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Mit Termin geht’s schneller zum Personalausweis

Andreas Storch (rechts) beantragt bei Rathaus-Mitarbeiter Marc Ryll einen neuen Ausweis, auf dem er auch den Fingerabdruck speichern lässt. Künftig kann er vorher einen Termin vereinbaren, um Wartezeit zu vermeiden. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns
Andreas Storch (rechts) beantragt bei Rathaus-Mitarbeiter Marc Ryll einen neuen Ausweis, auf dem er auch den Fingerabdruck speichern lässt. Künftig kann er vorher einen Termin vereinbaren, um Wartezeit zu vermeiden. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

VonAnke Brauns

Bis zu 400 Menschen steuern an Sprechtagen den Bürgerservice im Rathaus an. Da kann’s schon mal dauern im Wartezimmer. Wer’s eilig hat, kann jetzt einen Termin vereinbaren.

Neubrandenburg.So mancher hat den jüngsten Brückentag nicht nur zum Ausschlafen genutzt, sondern auch um Behördengänge zu erledigen. Beim Bürgerservice im Rathaus war das Wartezimmer jedenfalls gut gefüllt. An klassischen Sprechtagen sind es sogar 300 bis 400 Menschen, deren Anliegen bearbeitet werden, sagt Jörg Schmiedel, Abteilungsleiter Einwohnerservice. Man habe es mit der Zusammenlegung von Bürgerbüro und Meldewesen seit kurzem zwar schon geschafft, die durchschnittliche Wartezeit von 14 auf sieben Minuten zu senken. Aber es kann zu Spitzenzeiten trotzdem sein, dass jemand eine halbe Stunde ausharren muss, bevor er seinen Ausweis beantragen, einen Hund anmelden, einen Familienpass abholen oder einen befristeten Fischereischein kaufen kann. Das soll sich jetzt ändern. Wer Zeit sparen will, kann vorher einen Termin vereinbaren.
Mit langen Wartezeiten seien nicht nur die Kunden unzufrieden, weiß der stellvertretende Oberbürgermeister Peter Modemann. „Es war auch für die Mitarbeiter nicht leicht, wenn sie mal auf die Toilette mussten und gleich angepöbelt wurden“, sagt er und hofft auf eine weitere deutliche Verkürzung der Wartezeiten durch die Terminvergabe. „Man kann natürlich auch weiter spontan kommen“, betont er. Wer einen Termin hat, wird jedoch bevorzugt behandelt.
Vereinbaren kann man einen Termin unter anderem übers Internet. Wer auf der Startseite der Stadt auf „Bürger“ klickt, sieht sofort das entsprechende Feld: „Termin online buchen - Ihr Bürgerservice“. Dort kann man den gewünschten Tag wählen – maximal 30 Tage im Voraus, spätestens zwölf Stunden vorher - und einen der verfügbaren Termine. Damit die Mitarbeiter wissen, wie viel Zeit sie für den Kunden einplanen müssen, ist es auch nötig, aus dem angezeigten Leistungsspektrum sein Anliegen auszuwählen. Wer das erledigt hat, erhält eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Nach Bestätigung ist der Termin reserviert und man bekommt die Wartenummer mitgeteilt. „Bürger, die das Internet nicht nutzen können oder wollen, können auch telefonisch unter 5551111 oder bei den Mitarbeitern an der Infothek einen Termin vereinbaren“, so Jörg Schmiedel.
Zunächst wird jede Uhrzeit nur für einen Termin vergeben. Sollte das Reservierungssystem viel genutzt werden, stockt das Rathaus die Terminzeiten auf. Gitta Kutzik, Sachgebietsleiterin Bürgerservice, sieht die zeitliche Entlastung auch im Hinblick auf das nächste Jahr mit Erleichterung. „Da laufen viele Ausweise ab. Wir erwarten doppelt so viele Anträge wie sonst“, sagt sie.

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