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Morcheln nur in Maßen ein Genuss

Hannover.Endlich Frühling, endlich Morchelzeit. Speisemorcheln zu finden ist der Traum des Pilzsuchers. Doch die Leckerbissen aus den Auwäldern können in seltenen Fällen auch Vergiftungen auslösen. Giftexperten raten: Nicht zu viele und nur frische Fruchtkörper essen.
Der übermäßige Genuss von Speisemorcheln und besonders der Verzehr von alten und angegammelten Exemplaren kann zu einem neurologischen Vergiftungssyndrom führen. Es macht sich durch Unwohlsein, Kreislaufprobleme oder Durchfall bemerkbar. Nach etwa zwölf Stunden sind die beängstigenden Beschwerden meist vorüber, wie der Toxikologe Prof. Siegmar Berndt von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) erläutert. Welche Stoffe dafür verantwortlich sind, ist nicht geklärt. Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung ist am besten ein Giftnotruf zu alarmieren.
Morcheln wachsen im Frühjahr gut versteckt vor allem in Laub- und Auenwäldern auf nicht zu sauren Böden, manchmal auch im Gebüsch auf Brandstellen oder Holzmulch. Auf dem hellen, hohlen Stiel tragen sie einen spitzen oder rundlichen, wabenartig aufgebauten Hut mit beige-gelben bis bräunlichen Farben. Neben der Speise- und der Spitzmorchel werden noch weitere Arten unterschieden. Verwechslungen sind nur mit der giftigen Frühjahrslorchel möglich. Deren Hutoberfläche hat keine kleinen Kammern, sondern ist hirnwindungsartig nach außen gewölbt.

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