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Neubrandenburg soll wieder „Fünftes Stadttor“ erhalten

Das so genannte „Eisenbahntor“ war kein Tor, sondern bestand aus zwei Säulen zu beiden Seiten der Stargarder Straße.
Das so genannte „Eisenbahntor“ war kein Tor, sondern bestand aus zwei Säulen zu beiden Seiten der Stargarder Straße.

Der Eingangsbereich vom Bahnhof in die Innenstadt soll neu gestaltet werden. Darüber informierten Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) und Frank Renner, Abteilungsleiter für Stadtentwicklung. Betroffen sei der komplette Bereich zwischen Engels-Ring, Franziskanerkloster, Reuter-Denkmal und dem heutigen Parkplatz vor der Alten Post.

Unter anderem soll dabei das sogenannte „Eisenbahntor“ wieder entstehen. Darunter verstand man bis zur Zerstörung der Innenstadt am Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Säulen, die zu beiden Seiten der Stargarder Straße die Stadtmauer abschlossen.
Ähnlich soll sich der Platz auch künftig präsentieren, sagte Renner. Die Planungen dafür laufen bereits und werden sich noch bis zum Jahr 2014 hinziehen. Vor 2015 sei mit konkreten Baumaßnahmen nicht zu rechnen.

Stadtmauer rückt näher an Straße heran

Fest stehe bereits, dass die Stadtmauer weiter an die Straße herangezogen werden soll, um rechts und links einen säulenartigen Abschluss der Mauer als eine Art Empfangsbereich für die Innenstadt zu schaffen. Ungeachtet der öffentlichen Diskussion vor einem knappen Jahr über den Standort des Mudder-Schulten-Brunnens werde bislang auch mit diesem Denkmal weiter geplant – ebenso mit dem Fritz-Reuter-Denkmal.

Das bedeute aber nicht, dass sich die Standorte nicht geringfügig verändern könnten, um die beiden stadtbildprägenden Denkmäler besser ins Licht zu rücken, sagte Frank Renner. Immerhin werde der ganze Platz umgestaltet, an der Verkehrsführung soll allerdings nicht gerüttelt werden.

Die Finanzierung des Bauprojektes soll über Städtebaufördermittel abgewickelt werden. Von 1991 bis zum Jahresende 2012 sind in der Stadt Neubrandenburg insgesamt 164 Millionen Euro über Städtebaufördermittel investiert worden. Etwa ein Drittel davon habe die Stadt aus eigener Kraft aufgebracht, sagte Krüger. Die anderen Gelder stammen größtenteils vom Land und vom Bund.

Der Löwenanteil der Städtebaufördermittel floss in die Altstadt – insgesamt waren es 92 Millionen Euro. Hervorzuheben sind hier besonders die Konzertkirche (7,9 Millionen) und der Marktplatz mit Tiefgarage (16,5 Millionen).

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