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Neubrandenburg zieht viele Langfinger an

Die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle in Neubrandenburg hat sich im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Das geht aus dem Bericht der Polizeiinspektion Neubrandenburg zur Kriminalitätsentwicklung hervor. Sind 2011 noch 32 Einbrüche erfasst worden, stieg die Zahl um auf 81 Fälle. Viele Diebe wurden nicht gefasst, denn die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchsdiebstählen liegt bei nur 45 Prozent. Das ist deutlich unter der Quote von 2011, wo 68 Prozent der Fälle aufgeklärt werden konnten.

Erst am Mittwoch sind zwei aktuelle Fälle dazugekommen. Gegen 4 Uhr wurde die Polizei zu einer Tierarztpraxis in die Demminer Straße gerufen. Eine Anwohnerin hatte verdächtige Geräusche vernommen und drei Personen, die sich an einem Fenster zu schaffen machten, laut angesprochen. Die drei männlichen Personen flüchteten, ohne das Gebäude betreten zu haben. Die Nahbereichsfahndung blieb aber ohne Erfolg. Ein Täter wurde mit einer auffälligen, sehr schlanken Gestalt, der Zweite mit einer sehr korpulenten Gestalt und der Dritte mit normaler Figur beschrieben. Alle waren schwarz gekleidet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Ein erfolgreicher Beute zug gelang in einem Einfamilienhaus in der Bischofstraße.

Öffnet niemand, wird das Werkzeuge ausgepackt

Unbekannte Täter drangen im Zeitraum vom Montag bis Mittwochfrüh in das Haus ein und entwendeten nach erster Übersicht Schmuckgegenstände. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Auch hier bittet die Kriminalpolizei um Hinweise, die unter 0395 5582 2224 oder www.polizei.mvnet.de gegeben werden können. Eine beliebte Masche der Einbrecher ist es, an der Tür zu klingeln. Wenn jemand aufmacht, verschwinden sie schnell. Öffnet aber niemand, packen die Kriminellen ihre Werkzeuge aus und machen sich an Fenstern und Türen zu schaffen. Die Bürger selbst können einiges dafür tun, um ihr Heim vor Einbrechern sicherer zu machen. Detlef Bönisch von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der PI Neubrandenburg kommt auf Wunsch auch zu den Bürgern und zeigt vor Ort Schwachstellen auf. Die Beratungsstelle ist unter 0395 55825134 zu erreichen.

Neubrandenburg lockt die Langfinger an, denn mit 40 Prozent ist fast jede zweite Straftat in der Viertorestadt ein Diebstahl. Unsicher müssen sich die Einwohner aber nicht fühlen, denn insgesamt sind die Diebstahlshandlungen um 268 Fälle im Vergleich zu 2011 zurückgegangen. Es wurden 2645 Diebstähle erfasst und davon 43 Prozent aufgeklärt. Bei Fahrzeugdiebstählen gibt es kaum Veränderungen. Von 99 Fälle in 2011 ist die Zahl auf 100 gestiegen. 43 Fälle konnten aufgeklärt werden. Hoch im Kurs stehen Mopeds. 39 Diebstähle wurden 2011 registriert, 2012 waren es 50. Der Polizei gelang es, zwei Tätergruppen zu stellen. Einer Gruppe konnten 16 Straftaten und der anderen zwölf Straftaten nachgewisen werden.

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