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Neue Bewässerung: Theoretische Vorteile sind unschlagbar

Arndt Segatz-Gosewisch (v.l.), Vertreter der israelischen Firma Netafim als Erfinder des Tropfschlauchsystems, Manfred Heidler, Geschäftsführer des Kartoffelhofs Grapzow, Treckerfahrer André Koch, Landgut-Mitarbeiter Thomas Berghoff und Pfanni-Vertreter Gerd Neumann kontrollieren, ob die Schläuche im Kartoffelfeld auch richtig liegen.[KT_CREDIT] FOTOS (2): P. Jasmer
Arndt Segatz-Gosewisch (v.l.), Vertreter der israelischen Firma Netafim als Erfinder des Tropfschlauchsystems, Manfred Heidler, Geschäftsführer des Kartoffelhofs Grapzow, Treckerfahrer André Koch, Landgut-Mitarbeiter Thomas Berghoff und Pfanni-Vertreter Gerd Neumann kontrollieren, ob die Schläuche im Kartoffelfeld auch richtig liegen.[KT_CREDIT] FOTOS (2): P. Jasmer

VonPaulina Jasmer

Das Landgut Grapzow als Vertragspartner von Pfanni in Stavenhagen investiert in eine ganz neue Anlage für die Bewässerung von Kartoffelpflanzen. Die Vorzüge liegen auf der Hand, jetzt müssen sie sich in der Realität bewähren.

Grapzow.Ganz nah an der Pflanze liegen die Schläuche. Sie ersetzen die großen Wassersprenger, die sonst die Felder mit Wasser beregnen. Durch den Wind kann dabei aber viel Wasser verloren gehen, sprich weggeweht werden. Das soll mit dem Tropfschlauchsystem, das von der israelischen Firma Netafim erfunden worden ist, für ein zehn Hektar großes Kartoffelfeld in Grapzow bei Altentreptow nun anders werden. Durch kleine Löcher in der Innenseite der Schläuche gelangt zukünftig Tollensewasser direkt an den Boden. Auch flüssiges Düngemittel kann so zu den Pflanzen gepumpt werden.
„Es ist ein Versuch“, sagt Frank Weinreich vom Landgut Grapzow. Seine Firma ist Vertragspartner des Stavenhagener Pfanni-Unternehmens, das bereits bei drei anderen Landwirten behilflich war, dieses neue System zu installieren.
Das Landgut Grapzow ist in der Gegend aber das erste, das in diese Neuerung mitinvestiert. Denn Vertragspartner hin oder her, gratis ist es auch für den Grapzower Unternehmer nicht. So gibt es eine 15 000-Euro-Kofinanzierung aus dem Knorr-Nachhaltigkeits-Fond, aus dem Pfanni schöpfen kann, aber dieselbe Summe muss Frank Weinreich selbst noch aufbringen. Doch die theoretischen Vorteile des neuen Systems hätten den Landwirt aus Grapzow überzeugt. „Wir gehen davon aus, dass wir Wasser und Energie sparen, dass durch die Bodennähe der Bestand an sich trockener steht und somit Krankheiten vermieden werden“, zählt Frank Weinreich auf.
Inzwischen sind 55 Kilometer Schlauch auf einem Kartoffelfeld-Abschnitt verlegt. Ob in Zukunft bald noch mehr hinkommen, wird der Praxistest mit dem System zeigen.

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p.jasmer@nordkurier.de

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