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Nonnenhof-Projekt nimmt die erste Hürde

VonIngmar Nehls

Neubrandenburgs Stadtvertreter schaffen erste Rechtsgrundlagen, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Neubrandenburg.Die Stadtvertreter haben den Weg für den geplanten Fischerhof am Südufer des Tollensesees geebnet. Mit großer Mehrheit bei nur wenigen Enthaltungen haben die Abgeordneten bei der Stadtvertretersitzung am Mittwoch einer Änderung des Flächennutzungsplan für die Teilfläche Fischerhof Nonnenhof zugestimmt. Ebenfalls mehrheitlich zugestimmt wurde der Einleitung eines Satzungsverfahrens. Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan sollen die Rechtsgrundlagen für die Umsetzung des Projektes geschaffen werden.
Zuvor war über das Tourismusprojekt in den Ausschüssen kontrovers diskutiert worden. Besonders Umweltverbände und Bündnis 90/Die Grünen hatten sich kritisch dazu geäußert. „Wir üben nicht grundsätzlich Kritik“, stellte Ratsherr Kilian Schneider erneut klar, forderte aber eine sachliche Diskussion. Nach Auffassung von Schneider sei die problematische Zuwegung bisher wenig thematisiert worden. Auch die Tatsache, dass das geplante Tourismusobjekt deutlich größer wäre als die Gaststätte, die es dort einmal gab, wollte Schneider nicht unerwähnt lassen.
Eine politische Debatte über das Projekt blieb bei der Stadtvertretersitzung aber aus. Vize-OB Harald Walter versicherte, dass die Verwaltung alle naturschutzrechtlichen Belange sehr gründlich prüfen werde. Alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Bauleitplanverfahren entstehen, sind aufgrund der Besonderheit des Bebaungsplanes durch die Fischerei Müritz-Plau zu tragen. Das Konzept des Fischerhofes basiert auf den Säulen Gastronomie, Fischfang und Fischverarbeitung, Urlaub und Freizeit sowie der Umweltbildung. Neben einer Fischerrotunde als Bistro, wie sie bereits in Damerow und Boek existieren, soll am Kopfende des Schiffanlegers ein Bootshaus gebaut werden.
Am Standort sind sechs Ferienwohnungen geplant. Für die Einheimischen und Touristen soll der städtische Badestrand hergerichtet werden. Im Bootshaus soll es einen Raum für Umweltbildung geben.

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i.nehls@nordkurier.de

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