Februar 23, 2012
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Immobilien von Silvio Witt

Oststadt wird „aufgemöbelt“

Insgesamt 10,5 Millionen Euro investiert die Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eGin diesem Jahr. Energieeffizienz steht dabei im Fokus.

The house in human hands
The house in human hands
Foto: Andrey Armyagov (Fotolia)
NeuBrandenburg (nk)  

„Die Oststadt wird in diesem Jahr ein Investitionsschwerpunkt unserer Genossenschaft sein.“ Dies machte Neuwoba-Vorstandssprecher René Gansewig im gestrigen Pressegespräch deutlich. Von den rund 10,5 Millionen Euro, die das Unternehmen in diesem Jahr für Baumaßnahmen in die Hand nimmt, entfallen knapp sechs Millionen Euro auf Investitionen im östlichen Stadtviertel der Viertorestadt.


Kernstück ist dabei die Robert-Koch-Straße 19-41. Die drei Wohnhäuser werden um zwei Etagen zurückgebaut und erhalten in diesem Zusammenhang eine attraktive Fassade, die städtebauliche Akzente setzen wird, ist sich Gansewig sicher. Mit der im Maßnahmenplan ebenfalls enthaltenen Umgestaltung der Außenanlagen werde das Wohnquartier deutlich aufgewertet. Gleiches gelte für das „Innenleben“ der Häuser. So würden die Elektroanlagen und Strangleitungen erneuert, Balkone instand gesetzt und Malerarbeiten durchgeführt. Die Heizungsanlage werde auf ein effizienteres Zwei-Rohrsystem umgerüstet.


Es wird auf Solaranlagen gesetzt


Das Thema Energie spielt in den Investitionsplänen der Neuwoba für die kommenden Jahre eine zentrale Rolle. „Eine höhere Effizienz durch geringere Vorlauftemperaturen, veränderte Rohrgrößen und bessere Isolierungen sind ein Weg. Dennoch beschäftigt uns das Thema auch über solche Maßnahmen hinaus“, erläuterte René Gansewig. In der Robert-Koch-Straße heißt dies konkret, dass auf den Dächern Solarthermie-Anlagen zur Warmwasser-Aufbereitung installiert werden. Die anvisierten acht Cent Ersparnis pro Quadratmeter und Monat sollen den Mietern direkt zugute kommen.


Altersgerechtes Wohnen ist ein weiteres Thema, das bei den Investitionsplänen der Neuwoba hohe Priorität genießt. Rund ein Drittel des Wohnungsbestandes gilt mittlerweile als altersgerecht. Knapp 2000 Wohnungen sind über einen Aufzug zu erreichen. Auch dies führt dazu, dass Wohnungen in Neubrandenburg nach wie vor beliebt sind. Immerhin ein Viertel der Neuvermietungen erfolgt an Interessenten aus dem Umland. Die Leerstandsquote, die derzeit bei 3,3 Prozent liegt, sieht Gansewig als Zeichen, „dass die Wohnungsunternehmen in der Stadt ihre Hausaufgaben gemacht haben.“ Rückbaukonzepte seien hier der Schlüssel gewesen. Aktuelle Zahlen prognostizieren erst nach 2025 einen Anstieg der Leerstandsquote.


Mit Projekten wie einer WG für Demenzkranke in der Kranichstraße, die gemeinsam mit der Volkssolidarität entsteht, möchte die Neuwoba zusätzlich auf Herausforderungen der Zukunft reagieren.

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