Februar 22, 2012
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Freizeit von Bärbel Gudat

Neubrandenburg: Was macht eigentlich ein "Betreuungszug"?

Katastrophenschutz ist mehr als Verletzte zu versorgen. Beim DRK-Kreisverband Neubrandenburg engagieren sich Ehrenamtler nicht nur im Sanitätszug, sondern auch im Betreuungszug. Bei der Ehrenamtsmesse wollen sie zeigen, was sie tun.

Neben der Arbeit des Sanitäts- soll auch die Arbeit des Betreuungszuges des Katastrophenschutzes im DRK-Kreisverband Neubrandenburg bei der Ehrenamtsmesse vorgestellt werden.
Neben der Arbeit des Sanitäts- soll auch die Arbeit des Betreuungszuges des Katastrophenschutzes im DRK-Kreisverband Neubrandenburg bei der Ehrenamtsmesse vorgestellt werden.
Foto: Bärbel Gudat
Neubrandenburg (nk)  

Stellen sie sich folgende Szenarien vor: Auf der A 20 fahren mehrere Autos bei Minusgraden ineinander. Die Sanitäter sind schnell vor Ort, aber wer kümmert sich um die Unverletzten? Oder: Während der sintflutartigen Regengüsse pumpen Freiwillige Feuerwehren ununterbrochen Wasser, 18 Stunden lang. Wer versorgt sie in dieser Zeit?


Ohne Ehrenamtler wäre es nicht möglich. Männer und Frauen haben sich in Neubrandenburg beim Deutschen Roten Kreuz dem Katastrophenschutz verschrieben und dessen Betreuungszug rückt in solchen Fällen aus. Zugführer ist Mathias Zeipelt. Angefangen hat er im Sanitätszug, den heute Karin Zahn führt. Aber dann hat ihn doch die Betreuung mehr gereizt. Weil es hier viel zu lernen gibt. Die Arbeit im Betreuungszug sei nämlich mehr als Mittag zu kochen. „Klar, ohne uns würde die Verpflegung nicht funktionieren.“ Hier setzt Mathias Zeipelt gemeinsam mit seinen Mitstreitern übrigens auf Rezepte aus dem Internet. Aber auch auf „Mutti.de“, gibt er amüsiert zu. In einem Büchlein sind die besten Rezepte zum Beispiel für Fanta- oder Schneewittchenkuchen festgehalten. Den Gulasch hat sich schon so mancher Läufer beim alljährlichen Tollenseseelauf schmecken lassen. Aber die Mitglieder des Neubrandenburger DRK-Betreuungszuges kümmern sich eben auch um die notwendigen Notunterkünfte, sorgen dafür, dass diese im Winter ausreichend beheizt sind. Das hätten auch die Polizei-Taucher zu Jahresbeginn zu schätzen gewusst, erinnert sich Mathias Zeipelt. Während der Suchaktion am Tollensesee hätten sie mit ihrer Technik außerdem für ausreichend Licht gesorgt.


Nur leider haben die Katastrophenschützer Nachwuchssorgen. Man müsse schon in Neubrandenburg selbst oder in der unmittelbaren Umgebung leben, um die notwendige Ausbildung immer freitags ab 18 Uhr auf dem ehemaligen RWN-Gelände zu absolvieren. „Wir waren schon mal 30 Leute“, berichtet Mathias Zeipelt. Doch die meisten mussten wieder aufhören, weil sie nun in anderen Regionen Arbeit fanden.
Während der Ehrenamtsmesse Sonnabend von 10 bis 16.30 Uhr in der Hochschule wollen die DRK-Katastrophenschützer deshalb für ihre ehrenamtliche Arbeit werben.

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