Sa. 26. Mai 2012
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Geschichte von Redaktion

Rundschau und Bündnis aufbewahrt

Karin und Manfred Ossenschmidt haben nicht nur zwei Ausgaben der Tollense-Rundschau, sondern auch andere alte Zeitungen wie „Der Freie Bauer“ aufbewahrt. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns
Karin und Manfred Ossenschmidt haben nicht nur zwei Ausgaben der Tollense-Rundschau, sondern auch andere alte Zeitungen wie „Der Freie Bauer“ aufbewahrt. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns
Altentreptow.Es war nur eine kleine Bemerkung, aber die hat offenbar manche Menschen aufmerken lassen. Nachdem Siegfried Mamerow bei der Nordkurier-Tour erzählt hatte, er habe früher auch die Tollense-Rundschau gelesen (der Nordkurier berichtete), meldete sich jetzt unter anderem die Neubrandenburgerin Ingeborg Kobel. Sie hat ein Exemplar dieser Rundschau vom 9. Juni 1964 aufbewahrt, wegen eines Artikels „über die Kreisolympiade in Russisch, an der ich teilnahm“, wie sie an unsere Redaktion schreibt. Unter dem Titel stand „Heimatzeitung für den Kreis Altentreptow“. Herausgegeben wurde sie laut Impressum von der Kreisleitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und dem Kreisausschuss Altentreptow der Nationalen Front über den Verlag Freie Erde. Zum Redaktionskollegium gehörten unter anderem Vertreter von SED, FDGB, CDU, aber auch der Leiter des Kreiskulturhauses. Die Tollense-Rundschau kostete 15 Pfennig und sei wohl einmal wöchentlich erschienen, dienstags oder mittwochs, meint Ingeborg Kobel. Da sie 1964 im fünften Jahrgang erschien, muss das vierseitige Blatt wohl seit 1959 herausgegeben worden sein.
Die Altentreptower Karin und Manfred Ossenschmidt besitzen zwei Exemplare der Rundschau von 1964 und 1965. Da wird von Forellen aus Wodarg erzählt, von einem Besuch bei der Kämmerer KG oder vom neuen Waschhaus im Pflegeheim in Seltz. Karin Ossenschmidt sammelt seit Jahren viele Zeitungsausschnitte, die ihr zur Entwicklung in der Region wichtig erscheinen, und sortiert sie in Ordnern. Genauso sorgfältig sind auch die alten Zeitungen verstaut – neben den Tollense-Rundschauen zum Beispiel „Der Freie Bauer“ von 1949 oder zwei Exemplare von „Das Bündnis“ – eine Dorfzeitung der Maschinen-Traktoren-Station (MTS). „Weiter so, Genossenschaftsbauern in Buchar“ heißt es da in der Ausgabe vom 10. September 1956. Und im Oktober 1958, als die MTS von Altentreptow nach Reinberg umgezogen war, wie Karin Ossenschmidt erzählt, ging’s unter anderem um einen Besuch im Landwarenhandel Wildberg oder im Fischgrätenmelkstand Fahrenholz.ab
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