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Säge im Einsatz: Blaufichte zu groß als Weihnachtsbaum

Friedland.Am Ortsausgang von Friedland werden Wälder gerodet. Dies hat Norbert Greese aus Neubrandenburg beobachtet und fragte am Lesertelefon der Neubrandenburger Zeitung, was es damit auf sich hat. Die Bäume seien schon so groß, dass sie inzwischen Unterschlupf und Brutplatz für Vögel bieten, befürchtet der Viertorestädter einen Verlust an Lebensraum für Tiere.
Gerodet wurde sowohl am Ortseingang von Neubrandenburg kommend als auch am Ortsausgang in Richtung Woldegk. Es ist tatsächlich so, dass die Nadelbäume der Säge zum Opfer fielen. Das bestätigt Hanke Gödecke von der Agrar GmbH Lübbersruh, die die Flächen bewirtschaftet. Aber dabei wird kein Wald gerodet, sondern es handelt sich um Blaufichten, die vor einigen Jahren für den Weihnachtsbaumverkauf angepflanzt worden waren. Die Bäume sind aber inzwischen so groß, dass sie für diese Zwecke nicht mehr verkauft werden können.
„Die Blaufichten gehen nun zur Energiegewinnung ins Heizkraftwerk nach Neustrelitz“, beschreibt der Friedländer Landwirt. Bei den Flächen handelt es sich um Ackerland und als solches werden diese künftig wieder genutzt. Mit der Rodung sei kein Lebensraum der Vögel zerstört worden. Zu dieser Jahreszeit brüten auch noch keine Vögel in dem Gehölz, so dass die Aufregung nicht nötig sei.
Ganz im Gegenteil, die Tannenbaumplantagen seien in der Vergangenheit unter anderem auch dazu genutzt worden, um sich des Abfalls zu entledigen. „Wir haben säckeweise Müll rausgeholt und entsorgt“, verweist Hanke Gödecke auf den Müllfrevel. Nachdem die Bäume abgefahren sind, werden die Flächen nun hergerichtet und gehen dann in die normale Bewirtschaftung über.an

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