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Schäden: Windmüller sollen ins Boot

Wo die Schwerlaster zu den Windräder-Baustellen rollen wie hier zwischen Werder und Kessin, bleiben oft erhebliche Straßenschäden zurück. [KT_CREDIT] FOTO: a. brauns
Wo die Schwerlaster zu den Windräder-Baustellen rollen wie hier zwischen Werder und Kessin, bleiben oft erhebliche Straßenschäden zurück. [KT_CREDIT] FOTO: a. brauns

VonAnke Brauns

Unzählige Laster rollen zu Baustellen im Windpark bei Grapzow. Darunter leiden die Straßen. Über die Beseitigung der Schäden ist man jetzt mit dem Hauptinvestor im Gespräch.

Grapzow.Die Straße zwischen Kessin und Grapzow ist im vergangenen Jahr zwar geflickt worden, aber „das ist wieder hin, ganz zu schweigen vom Weg zwischen Kessin und A 20“, sagte Bürgermeister Frank Weinreich (WGLR) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Die Straßen in der Gemeinde hätten seit Beginn der Bauarbeiten für den Windpark stark gelitten. Deshalb müsse ein Schriftstück auf den Tisch, in dem stehe, „wie die Straßen wieder in Ordnung gebracht werden“.
Ein erster Schritt dahin ist getan. Es gab eine gemeinsame Begehung mit Vertretern von Gemeinde, Bauamt und der Firma Windprojekt. „Wir haben ein Protokoll geschrieben, alle Schäden aufgenommen und Fotos gemacht“, sagte Rainer Prüssel vom Bauamt. Durch die Schwerlaster gebe es Risse in den Straßen. Windprojekt habe signalisiert, „mit uns ins Gespräch kommen zu wollen und Unterstützung zu geben, insbesondere für den ländlichen Weg von Kessin zur A 20“, so Prüssel. Allerdings seien die Baumaßnahmen in dem Windeignungsgebiet „ja noch lange nicht abgeschlossen, das wird noch mehr werden“. So lange noch gebaut werde, bringe es nicht viel, die Straßen zu reparieren. Demnächst werde es ein Treffen mit Windprojekt geben. Dann wolle man festlegen, was wann in welchem Umfang gemacht werden soll.
Der Gemeinde ist wichtig, dass in dieser Sache jetzt „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden, wie der Bürgermeister während der Sitzung sagte. „Wenn wir keine schriftlichen Zusagen bekommen, bleiben wir nachher darauf sitzen und können das Geld, das wir durch die Windkraft einnehmen, da wieder ausgeben“, befürchtet er. Die Gemeinde verfügt dank des Landgutes über eine Fläche, auf der ein Windrad steht und bekommt dadurch Pacht (der Nordkurier berichtete).

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a.brauns@nordkurier.de

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