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Schnellster Melker im Kreis gesucht

Andreas Remus leitet die Milchproduktion im Landwirtschaftsbetrieb in Wolde, beim Kreis-Melkwettbewerb ist er einer der  Prüfer. Berit Horstmann (rechtes Bild) hofft beim Leistungsmelken auf ihren Heimvorteil, schließlich arbeitet sie jeden Tag mit diesen Melkanlagen. [KT_CREDIT] FOTOS: D. Kleindienst
Andreas Remus leitet die Milchproduktion im Landwirtschaftsbetrieb in Wolde, beim Kreis-Melkwettbewerb ist er einer der Prüfer. Berit Horstmann (rechtes Bild) hofft beim Leistungsmelken auf ihren Heimvorteil, schließlich arbeitet sie jeden Tag mit diesen Melkanlagen. [KT_CREDIT] FOTOS: D. Kleindienst

Wolde.Um die Wette gemolken wird am Donnerstag im Landwirtschaftsbetrieb Landboden in Wolde. Zwölf Teilnehmer treten dann beim Leistungsmelken an und ermitteln, wer im Altkreis Demmin der beste Melker ist. Oder die beste Melkerin, denn der Betrieb in Wolde lässt mit Christina Mielke (25) und Berit Horstmann (55) gleich zwei Frauen antreten. Sie sind in guter Gesellschaft, denn die Männer sind insgesamt in der Unterzahl. Knapp die Hälfte der Teilnehmer arbeitet zudem in unserer Region. Neben den Woldern kommen drei Teilnehmer von Gutsmilch aus Burow.
Da die Teilnehmer ihre Fingerfertigkeit am lebenden Objekt beweisen müssen, kommt es auch darauf an, wem die Kontaktaufnahme zur Kuh am besten gelingt. „Eine ruhige Ausstrahlung ist wichtig, denn Nervosität überträgt sich auf die Tiere“, sagt Andreas Remus, Leiter der Milchproduktion in Wolde und einer der Prüfer beim Wettbewerb. Ist die Kuh bereit, folgt das Melken per Hand: die Schlüsseldisziplin. Der Teilnehmer füllt zwei Strahlen in ein Gefäß, wischt das Euter ab und schließt das Melkgeschirr an – und das möglichst schnell. „Circa eine Minute für eine Kuh“ braucht man dafür, sagt Andreas Remus. Gerade in Betrieben mit wenig Kühen wird dieses Vormelken per Hand noch praktiziert, das allerdings von immer weniger Menschen beherrscht wird. Mit dem Wettbewerb soll dieser Teil der Melkausbildung gefördert werden.
Berit Horstmann kann es noch. Sie weiß auch, dass „jeder Melkstall seine Tücken hat.“ Ein möglicher Heimvorteil ist daher nicht ausgeschlossen beim ersten Leistungsmelken, an dem sie teilnimmt.dk

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