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Schul-Umzug: Arbeitsgruppe will regelmäßig informieren

Von unserem Redaktionsmitglied
Anke Brauns

Arbeitsgruppe statt Ausschuss: Die Kommunalpolitiker, die sich mit der Nutzung städtischer Immobilien befassen, können künftig schneller zusammenkommen, tagen aber nicht mehr öffentlich.

Altentreptow.Sie sehen eher die Vorteile einer Arbeitsgruppe: Man braucht keine Ladungsfristen mehr einzuhalten, sagt Bürgermeister Volker Bartl (CDU). Man könne kurzfristig alle Mitglieder zusammenrufen, wenn sich beispielsweise ein Termin mit einem wichtigen Gesprächspartner ergebe, sagt der bisherige Ausschussvorsitzende Stefan Haak (CDU). Der Altentreptower hatte der Stadtvertretung in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass der zeitweilige Ausschuss für ein Immobiliennutzungskonzept keine Empfehlung abgeben kann. Nicht für den Umzug der Grundschule an den Karlsplatz und auch nicht für den Umzug anderer städtischer Einrichtungen (der Nordkurier berichtete). Darüber, dass das aber nicht das Ende sein kann, war man sich einig. Deshalb hatte der Bürgermeister die Mitglieder gebeten weiterzuarbeiten.
Das werden sie auch tun, künftig allerdings als Arbeitsgruppe. Die ist dann zwar zeitlich flexibler, tagt aber nicht mehr öffentlich. Das Interesse an der Arbeit des Ausschusses war sehr groß. Man habe extra Fragestunden bei den Zusammenkünften gemacht. „Das war auch sehr gut“, bestätigt Stefan Haak. Jetzt, wo man jedoch wisse, dass die Stadt derzeit wegen hoher Kosten gar nicht das Geld habe umzuziehen, sei man an einem Punkt angelangt, an dem es um andere Themen gehen müsse. Es sei zum Beispiel zu klären, welchen Raumbedarf es künftig für die Inklusion – das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern – gebe. Man müsse die Schulentwicklung unter die Lupe nehmen. Denn der erhebliche Rückgang von Einwohnern und damit auch Schülern in den vergangenen Jahren und die nicht weniger rosigen Prognosen für die Zukunft waren einer der Haupt-Knackpunkte, warum der Ausschuss sich bisher nicht festlegte. „Wir müssen Gespräche zum Beispiel mit Leuten vom Schulamt und vom Bildungsministerium führen. Das sind nicht unbedingt Dinge, die öffentlich diskutiert werden sollten“, erklärt Stefan Haak.
Transparent solle die Arbeit der Gruppe trotzdem sein. Man werde nach den Zusammenkünften im Hauptausschuss und in der Stadtvertretung – die nächste Sitzung ist im Juni – berichten und die Öffentlichkeit über wichtige Dinge informieren. Auch wenn es kein Zeitlimit gibt wie beim Ausschuss, will die Arbeitsgruppe nicht bummeln. „Bis zum Sommer, haben wir uns vorgenommen, wollen wir ein Ergebnis haben“, so Stefan Haak.

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