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Sechste Serie rund um gefiederten Fernsehstar

Christel Mokros bedient die Technik im Brunner Storchenstudio.  FOTOS: Anett Seidel
Christel Mokros bedient die Technik im Brunner Storchenstudio. FOTOS: Anett Seidel

Von unserem RedaktionsmitgliedAnett Seidel

Im Brunner Storchenstudio wird auf den zweiten Storch und auf Kinder gewartet. Zum Festjahr hätten die Studiobetreuer gern einen neuen großen Monitor gehabt, aber das Geld fehlt.

Brunn.Die Kamera ist seit sechs Jahren scharf gestellt. Der Monitor flimmert. Der Brunner Storch ist eingetroffen. Das bestätigen die Mitarbeiter des Storchenstudios. Die haben ihre Türen wieder geöffnet und hoffen in diesem Jahr auf möglichst viele neugierige Jungen und Mädchen.
Aber der Höhepunkt in diesem Jahr dürfte das Fest anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Storchenhorstes auf dem Brunner Wasserturm sein. Das wird am 12. Juni gefeiert. Mehr verrät Annett Grimm von der Arbeitsloseninitiative noch nicht. Aber jeder, der kommen will, ist willkommen, betont sie. Ohne Unterbrechung ist der Horst seit acht Jahrzehnten besetzt. Im Studio wird akribisch notiert, wann Adebar eintrifft und wie viele Junge er aufzieht. Besondere Vorfälle sind ebenfalls notiert. An das Drama um einen Jungstorch im vergangenen Jahr wird erinnert, als dieser mit seinem Bein in eine Schlinge geraten war. Die Feuerwehr holte den verletzten Storch aus dem Horst. Ein Tierarzt amputierte letztlich den Storchenfuß. Ohne Happy End: Der Jungstorch erlag seinen Verletzungen.
Im Festjahr 2013, so hoffen alle Mitarbeiter, bleibt ihnen so ein Drama erspart. Stattdessen würden sie die Brunner Storchenfamilie ihren Gästen gern auf einem größeren Monitor präsentieren, aber dazu fehlt das Geld, heißt es. Wer einen großen funktionstüchtigen Monitor zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich mit der Arbeitsloseninitiative in Verbindung zu setzen.Seit sechs Jahren betreibt die Initiative im Brunner Gutshaus das Studio. Die Kamera ist seitdem auf dem Dach in Richtung Horst ausgerichtet. Somit bleiben die Rotstrümpfe den ganzen Sommer unter Beobachtung.
„Am 27. März ist der erste Storch in diesem Jahr angekommen“, berichtet Annett Grimm. Seit dem 2. April sei das Studio geöffnet. Montags bis donnerstags von 9 bis 14.30 Uhr besteht die Gelegenheit, einen Blick in den Horst zu werfen. Kindergartengruppen und Schulklassen können sich ebenfalls für einen Besuch anmelden. Längst wird in Brunn nicht nur der Kamerablick, sondern ein ganzes Programm rund um den Storch geboten. „Seit Oktober haben wir jetzt auch ein Kreativstudio“, fügt Annett Grimm hinzu. Telefon: 039608 20569

Kontakt zur Autorin
a.seidel@nordkurier.de

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