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Senioren drei Tage ohne Fahrstuhl

VonAndreas Segeth

Nichts ging mehr: Viele gehbehinderte Menschen und auch Pflegedienste mussten bis zu elf Etagen in einem Senioren-Hochhaus zu Fuß bewältigen.

Neubrandenburg.Am Sonnabendvormittag sind im elfgeschossigen Wohnhaus an der Neustrelitzer Straße 7 e/f gleichzeitig beide Fahrstühle ausgefallen. Schon für sportliche Menschen jüngeren Alters wäre diese Tatsache fatal. Hier allerdings war das Seniorenwohnprojekt der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) betroffen. Mehrere Anrufer meldeten sich deshalb gestern in der Redaktion der Neubrandenburger Zeitung und machten auf das Problem aufmerksam.
Von Sonnabendvormittag bis gestern Nachmittag saßen die Senioren entweder in ihren Wohnungen fest oder mussten bis zu elf Etagen zu Fuß bewältigen. Wie sollen das Menschen schaffen, die auf Rollatoren angewiesen sind, fragte beispielsweise Karola D. am Telefon. Auch die Pflegedienste waren von der Havarie betroffen und mussten ihre Gerätschaften per pedes in den Treppenaufgängen transportieren.
Neuwoges-Geschäftsführer Frank Benischke bedauerte den Ausfall von gleich beiden Fahrstühlen sehr. Die Ursache werde noch genau untersucht. Noch sei nicht erklärbar, warum zufällig an beiden Fahrstühlen derselbe Getriebefehler aufgetreten sei. Das sei sehr ungewöhnlich.
Der zuständige Mechaniker der Firma Otis sei schnell vor Ort gewesen, allerdings habe er für die Reparatur ein Ersatzteil benötigt, das erst am Montagvormittag lieferbar gewesen sei. Man habe alle Anstrengungen unternehmen. Seit gestern Nachmittag funktioniere zumindest der Fahrstuhl in der 7e wieder, so Benischke. In der 7f ist ein Hinweis angebracht, dass man den Aufzug im Nachbaraufgang benutzen könne.

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a.segeth@nordkurier.de

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