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Sogar schon Gummipuppe rausgefischt

Helfer starten zum „Großreinemachen“ auf und an der Tollense zwischen Altentreptow und Klempenow. Kanu-Station Mitinhaber Stephan Büschel hatte dazu aufgerufen. [KT_CREDIT] FOTO: S. Menzel
Helfer starten zum „Großreinemachen“ auf und an der Tollense zwischen Altentreptow und Klempenow. Kanu-Station Mitinhaber Stephan Büschel hatte dazu aufgerufen. [KT_CREDIT] FOTO: S. Menzel

Klempenow/Altentreptow.Für die Kanustation in Klempenow an der Tollense beginnt jetzt die neue Saison. Für Mittwoch, den 1. Mai, haben sich die ersten Kunden angemeldet, blickt Mitinhaber Stephan Büschel voraus. Die Gruppe wolle mit fünf Booten paddeln.
Die Kunden sollen ihre Freizeitbeschäftigung bei besten Bedingungen genießen können. Auch deshalb hat die Kanustation am Wochenende zum traditionellen „Großreinemachen“ auf und an der Tollense aufgerufen. Ein Dutzend Frauen und Männer halfen. Sie waren mit vier Booten zwischen dem Wasserwanderrastplatz an der „Wiesenquelle“ in Altentreptow und der Station in Klempenow unterwegs, befreiten die Tollense von Schmutz und Unrat wie Flaschen, Büchsen, Eimer und Dosen. Sogar ein Rucksack, ein Schlauchboot und ein Stäbchen für den Schwangerschaftstest seien dabei gewesen, sagte Stephan Büschel, der die Kanustation in Klempenow gemeinsam mit Robert Brockhaus seit 2002 betreibt.
Zu den Helfern gehört seit Jahren Uwe John aus Altentreptow. Der Chef einer Tischlerei besitzt in Klempenow direkt an der Tollensee ein Grundstück. Er angelt auch gern, liebt die Natur, freut sich über den Fluss, der nach der Wende deutlich sauberer wurde. Es gebe wieder Fischsorten, die längst verschwunden waren, weiß John. Zugleich ärgert er sich über Zeitgenossen, die ihren Dreck einfach in den Fluss werfen. Da man dies aber nicht ändern könne, hilft er für saubere Flüsse zu sorgen. „Was wir hier über die Jahre schon alles rausgeholt haben“, meint der Unternehmer und denkt dabei zum Beispiel an Autoreifen und nicht zuletzt an eine Puppe aus dem Sex-Shop. „Da hatte wohl einer Schluss mit seiner Freundin gemacht“.
Das „Großreinemachen“ hatte dieses Mal sogar internationale Beteiligung. Mit von der Partie beim Arbeitseinsatz war ein Mann aus Luxemburg. Theo ist der Lebenspartner von Anke Altendorf aus Golchen. Das Paar, das zeitweise auch in Spanien lebt, möchte einen Beitrag für den Erhalt der schönen Landschaft in der Treptower Region leisten und dabei zugleich beim Paddeln Spaß haben.sim

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