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Später Saisonstart sorgt für Job-Turbo

Neubrandenburg.Ungeachtet sinkender Arbeitslosenzahlen zwischen Müritz und Greifswalder Bodden steigt für Jobsucher das Risiko, nach einer Entlassung länger nach einer Stelle suchen zu müssen. „Unternehmen halten länger ihre Fachkräfte, zögern aber gleichzeitig länger, neue Mitarbeiter einzustellen“, sagte Hans-Martin Rump, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. Eine unklare Auftragslage und die Finanzkrise sorgten für Zurückhaltung. Insbesondere die Saisonjobs in den Tourismusregionen und im Grünanlagenbau haben unterdessen zu einer deutlichen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt geführt. Sowohl in Vorpommern-Greifswald als auch in der Seenplatte sank im Mai die Erwerbslosenzahl jeweils um mehr als 1300 Personen. Derzeit sind in beiden Kreisen 36700 Menschen ohne Job. „Stärker als in anderen Regionen wirken sich bei uns Wetterkapriolen auf die Beschäftigung aus“, betonte der Greifswalder Agenturchef Heiko Miraß. Wegen des langen Winter bis in den April hinein waren Hotels und Gaststätten auf Usedom und an der Müritz später in die Saison gestartet. Deswegen habe es im Mai einen Nachholeffekt gegeben, so Miraß.
Wegen des Arbeitskräftebedarfs in der Tourismusbranche ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern erstmals wieder unter die Marke von 100 000 gefallen. Mit Quoten von 13,7 Prozent (Mecklenburgische Seenplatte) und 14,4 Prozent (Vorpommern-Greifswald) hält die Region allerdings weiter die Rote Laterne im Land.

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