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Stadt erhöht Druck auf Wildparker in der Treptower

Ratsherr André Sandmann hat dieses Bild vom „Alltag“ in der Treptower Straße zugeschickt. [KT_CREDIT] FOTO: privat
Ratsherr André Sandmann hat dieses Bild vom „Alltag“ in der Treptower Straße zugeschickt. [KT_CREDIT] FOTO: privat

Von unserem Redaktionsmitglied
Ingmar Nehls

Mal eben schnell das Auto abstellen – damit soll Schluss sein. Die Kontrolldichte wird erhöht. Auch ein totales Parkverbot ist nicht ausgeschlossen.

Neubrandenburg.„Ja, es reißt gerade etwas ein“, gibt Neubrandenburgs Ordnungsamtschef Peter Modemann mit Blick auf die Treptower Straße zu. Der Abschnitt zwischen Marktplatz-Center und dem C&A ist an sich eine Fußgängerzone. Wer zu Stoßzeiten dort spaziert, wird dies aber nicht erkennen, denn das Wildparken ufert aus.
Auf einem Foto, das Ratsherr André Sandmann unserer Redaktion zuschickte, sind zwölf Autos auf der einen, weitere drei Autos auf der anderen Seite zu sehen. Kein Ausnahmefall, aber ein Ausnahmezustand. Mal eben kurz hier parken, das sei für viele normal. Zu viele, wie Peter Modemann klarstellt, denn lediglich der Mediamarkt habe eine Ausnahmeregelung gekauft. Laut Modemann dürfen zeitgleich maximal zwei Mediamarkt-Kunden ihr Auto für das Beladen in der Fußgängerzone abstellen. Dafür gibt es zwei Scheine, die wie beim Anwohnerparken hinter die Scheibe gelegt werden müssen.
Ausnahmen gibt es auch für Lieferfahrzeuge, die anliegende Läden ansteuern müssen. Dies passiere aber in den Morgenstunden und sei nicht das Problem. Um der Lage wieder Herr zu werden, hat die Stadt den Kontrolldruck in den vergangenen Tagen erhöht. „Wir kontrollieren jetzt verstärkt. Die Mitarbeiter halten sich länger und öfter dort auf“, sagt der 2. Stellvertreter des Oberbürgermeisters.
Der Druck könne aber nur punktuell erhöht werden, denn Modemann hat für das gesamte Stadtgebiet zehn Mitarbeiter im Außendienst. „Und die sind multifunktional gefordert“, sagt Modemann. Die „Knöllchen-Patrouille“ ist nämlich auch für die Marktkontrolle zuständig oder für Vierbeiner und ihre Halter. Hier gibt es immer wieder Beschwerden über Hundekot auf den Wegen.
Peter Modemann meint darum, dass es grundsätzliche Änderungen geben müsste. „Die Fußgängerzone ist in der Gestaltung als solche auch nicht erkennbar. Sie sieht eher aus wie eine Straße. Darum gibt es auch Auswärtige, die auf Höhe des Hotels nicht halten, sondern bis zu Stargarder Straße durchfahren“, berichtet Modemann. Er könne sich sowohl vorstellen, das Parken konsequent freizugeben, als auch einen Balken vor den Eingang der Treptower Straße zu stellen. „Wir haben ja schließlich zwei Tiefgaragen“, sagt Modemann. „Vielleicht zeigen sich die Parker ja einsichtig, oder sie werden durch Kontrollen diszipliniert.“

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i.nehls@nordkurier.de

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