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Stadtwerke-Neubau liegt vorerst weiter auf Eis

VonAndreas Segeth

Die von den Stadtvertretern gesetzte Frist ist abgelaufen. Doch noch ist keine Entscheidung gefallen, ob die Stadtwerke ihr Fünf-Millionen-Projekt beginnen dürfen.

Neubrandenburg.Nach wie vor liegt die Idee eines Neubaus für die Neubrandenburger Stadtwerke auf Eis. Eigentlich hatten die Stadtvertreter eine Frist bis April gesetzt, um nach Alternativen für das knapp fünf Millionen Euro teure Neu.sw-Bauprojekt zu suchen.
Allerdings sei die Suche nach einer neuen Immobilie unter den leerstehenden Büroräumen der Stadt noch nicht abgeschlossen, sagte jetzt Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) auf Nachfrage. Er selbst favorisiert eine Konzentration der Stadtwerkemitarbeiter im Seitentrakt des Rathauses, der nach dem Umzug der Bibliothek in das HKB ab 2014 wieder leerstehen wird.
Mit der Kreisgebietsreform und dem Übergang von kreislichen Aufgaben von der einst kreisfreien Stadt auf den neuen Großkreis waren etliche Rathausmitarbeiter zur Kreisverwaltung gewechselt, so dass seit Anfang 2012 dort viele Büros leerstehen.
Zu prüfen wäre auch, ob nicht das Kundenzentrum der Stadtwerke mit zum Rathaus umzieht, weil es dort für die Kunden viel besser zu erreichen wäre, sagt Krüger. Im Grunde gehe es ihm um die Vermeidung von Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro, die man auch sinnvoller im Interesse der Stadt einsetzen könne.
Es gehe um das Setzen von Prioritäten. Am Ende sei das Geld immer besser bei den Bürgern – beispielsweise für Grundschulen oder eine neue Schwimmhalle – aufgehoben als bei den Verwaltungen, sagte Krüger.
Die Stadtwerke wollen den derzeitigen Stand der Verhandlungen nicht weiter kommentieren. Das teilte Neu.sw-Sprecherin Anja Hünemörder mit. Momentan gebe es keine neuen Erkenntnisse. Vorab hatte Stadtwerke-Chef Holger Hanson gegenüber dem Nordkurier argumentiert, dass Neu.sw seit 14Jahren nicht mehr in die eigenen Strukturen investiert habe und mit dem neuen Zweckbau mehrere Probleme auf einen Schlag lösen möchte. So sollen alte und energiefressende Immobilien wie in der Ihlenfelder Straße aufgegeben werden. Der Großteil der Neu.sw-Mitarbeiter und der Fahrzeuge könnte an der John-Schehr-Straße konzentriert werden und so effektiver arbeiten. Der Neubau sei preiswerter als eine Sanierung der jetzigen Immobilien und auf lange Sicht auch wirtschaftlicher als das Anmieten von Räumen.

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