Februar 22, 2012
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Familie von Redaktion

Tendenz: zufriedenstellend

Sowohl Stadt als auch Umland haben im vergangenen Jahr Einwohner verloren. Im langjährigen Trend hält sich der Amtsbereich aber im Aufwind.

Altentreptow.Auf dem Papier scheint die Entwicklung erschütternd: 185 Personen weniger als ein Jahr zuvor verzeichnet das Ordnungsamt in seiner Statistik für den Amtsbereich mit Stichtag 1. Januar 2012. Allein die Stadt Altentreptow hat 77 Einwohner in zwölf Monaten verloren. Das sei im Wesentlichen auf Sterbefälle zurückzuführen, so Bürgermeisterin Sybille Kempf (CDU). Die Geburtenrate habe sich auf einem Niveau von rund 40 Geburten pro Jahr eingependelt. „Ich denke, wir sind gut aufgestellt für eine ländliche Gegend“, stellt Kempf fest. Gerade für ganz junge und sehr alte Leute halte die Stadt strukturell eine Menge vor. Die Sanierungen der letzten 20 Jahre hätten Wirkung gezeigt, der Ausbau der Schulen und Kitas ebenso. Auch die ärztliche Versorgung sei in der Stadt weit über Durchschnitt. „Wir können zufrieden sein“, bilanziert sie.
Unter den Gemeinden haben Breesen und Wildberg stark zugelegt. Hier wuchs die Bevölkerung in den letzten zehn Jahren um jeweils 43 Personen an, was einem Zuwachs von 8 beziehungsweise 7,5 Prozent entspricht. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Pripsleben am stärksten gewachsen. Um 30 Personen legtedie Gemeindeseit 2002 zu, was einem Anstieg von 12,4 Prozent entspricht. „Wir haben auch nix anderes als andere Dörfer – keine Kita, keinen Konsum. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Umfeld stimmt und die Mieten erschwinglich sind“, versucht der erste stellvertretende Bürgermeister Kai-Uwe Zirzow den Erfolg zu erklären.
Die rote Laterne geht knapp an Grischow, das 7,3 Prozent seiner Einwohner von 2002 verloren hat. Bürgermeister Peter Driemecker begründet das mit dem Wegfall der allermeisten Arbeitsplätze nach der Wende und mit der deutlichen Überalterung im ländlichen Bereich. Die Jüngeren zögen zur Aufnahme eines Studium oder einer Ausbildung weg. Gegenstrategien hat er keine, „Wenn nichts da ist, was soll man machen“, fragt Driemecker.(BAY)
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