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Tierheim: Vergabe gestoppt

VonAndreas Segeth

Die breite Resonanz in der Öffentlichkeit lässt die Stadtverwaltung die Ausschreibung des Tierheims vorerst stoppen. Jetzt sollen die Stadtvertreter stärker mit einbezogen werden.

Neubrandenburg.Fünf Interessenten haben sich bereits gemeldet, die ab 1. Oktober 2013 die Fundtierbetreuung in der Stadt Neubrandenburg übernehmen möchten. Diese müssen sich vorerst gedulden. Denn wie Rathaussprecherin Doreen Duchow gestern mitteilte, wird das Ausschreibungsverfahren für das Tierheim unterbrochen. Die breite Resonanz der Öffentlichkeit habe eine nochmalige verwaltungsinterne Prüfung in Gang gesetzt. Zuletzt hatten Vertreter der Linken und SPD gefordert, dass die Stadtvertretung in das Verfahren mit einbezogen werden soll (wir berichteten).
Nun sollen alle Modalitäten der Ausschreibung nochmals und gemeinsam mit den Stadtvertretern abgewogen werden. Dazu benötige man mehr Zeit, teilt Doreen Duchow mit. Alle bisherigen Maßnahmen zur Ausschreibung sollen weiter Bestand haben, alle Bieter erhalten neue Unterklagen und eine neue Einreichungsfrist werde festgelegt. Ziel soll es nun sein, die Qualitätskriterien präziser herauszuarbeiten und die Laufzeit der abzuschließenden Dienstleistungsverträge auf vier Jahre festzulegen – mit Verlängerungsoption. Bislang war die Vergabe auf ein Jahr befristet.
Die Stadt unterscheidet bei der Ausschreibung zwischen zwei verschiedenen Losen. Einmal die Unterbringung und Versorgung von Hunden und Katzen, die im Tierheim an der Bergstraße stattfindet. Diese kostet die Stadt bislang 90 000 Euro pro Jahr. Andererseits die Unterbringung und Versorgung „sonstiger Tiere (ohne Pferde)“ in der Hintersten Mühle. Dafür gibt die Stadt rund 45000 Euro pro Jahr aus.

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