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Turnen wie vor 200 Jahren

Der Ursprung des TSV 1814 Friedland liegt auf diesem Turnplatz.  Vor 200 Jahren wurde dort bereits geturnt. Jetzt hat der älteste Turnverein Deutschlands das Gelände wieder hergerichtet.
Der Ursprung des TSV 1814 Friedland liegt auf diesem Turnplatz. Vor 200 Jahren wurde dort bereits geturnt. Jetzt hat der älteste Turnverein Deutschlands das Gelände wieder hergerichtet.

VonAnett Seidel

Dort, wo vor fast 200 Jahren der TSV 1814 Friedland aus der Taufe gehoben wurde, wird wieder geturnt. Ein knappes Jahr vorm Jubiläum wird gefeiert.
Friedland.Fast vergessen dürften viele Friedländer den alten Turnplatz An der Kleinbahn am Stadtrand haben. Das Gras wuchs. Der Stein, mit dem an das Wirken von Leuschner und Jahn in der Kleinstadt erinnert wird, war eingewachsen. Aber ein Jahr vor den Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen des ältesten Turnvereins Deutschlands sind die Mitglieder wieder zurück am Ursprung. „Wir haben die Geräte nach Vorgaben des alten Turnplatzes aufgestellt“, berichtet Vereinsvorsitzender Wolfgang Woide. Auf einer Schautafel ist dargestellt, wie anno dazumal Sport getrieben wurde.
Die Mitglieder wollten den Platz mit Geschichte nicht der Natur überlassen. Jetzt ist der zweitälteste Turnplatz nach der Hasenheide in Berlin wieder hergerichtet. Rund 2500 Euro wurden dafür investiert. Unterstützt wurde der Verein von der Stadt, der Beschäftigungsgesellschaft Ipse, aber auch von Firmen der Region. „Zukünftig sollen Gruppen und Wanderer hier Sport treiben können“, stellt sich Wolfgang Woide vor. „Aber unsere weitere Aufgabe ist die Traditionspflege.“ Ein Stück Geschichte wird dargestellt, indem eingeladen wird, Sport wie vor zwei Jahrhunderten zu treiben.
Keine geringeren Sportgrößen als Carl Leuschner und Friedrich Ludwig Jahn haben in der Kleinstadt ihre Spuren hinterlassen. Das Denkmal steht inzwischen auf dem Sportplatz. Der Gedenkstein auf dem alten Turnplatz ist wieder hergerichtet.
Ein Jahr und ein Tag, bevor die Jubiläumsfestwoche beginnt, turnten die Kinder nun wieder auf Schwebebalken und am Barren. Auch die Senioren zeigten sich von ihrer sportlichen Seite. Die Jungen und Mädchen aus allen Kindergärten der Stadt und aus Salow waren vor Ort.
Der richtige Schritt zum Jubiläum, freut sich Woide. „2008 haben wir das Traditionszimmer eingerichtet, 2010 den Kunstrasenplatz eingeweiht und 2011 die Skaterbahn und den sanierten Sportplatz.“

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a.seidel@nordkurier.de

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