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Über Umwege zurück nach Stargard

Am Sonnabend um 16 Uhr öffnet die Ausstellung mit Malerei und Grafik von Iduna Schoenfeld im Burg Stargarder Marie-Hager-Haus.  FOTO:Bärbel Gudat
Am Sonnabend um 16 Uhr öffnet die Ausstellung mit Malerei und Grafik von Iduna Schoenfeld im Burg Stargarder Marie-Hager-Haus. FOTO:Bärbel Gudat

Von unserem RedaktionsmitgliedBärbel Gudat

Unter dem Titel „Unterwegs“ zeigt die Berlinerin Iduna Schoenfeld ab Sonnabend Malerei und Grafik im Marie-Hager-Haus.

Burg Stargard.Skizzen-
blöcke gehören seit Jahrzehnten zu den ständigen Begleitern von Iduna Schoenfeld. „Manchmal habe ich auf meine Reisen gar keinen Fotoapparat mitgenommen“, erzählt sie. Ein kleiner Junge habe sie mal gefragt, was sie denn da schreibe, als sie ein Bauwerk mit dem Stift auf Papier festhielt. Sie hat dem Steppke erklärt, dass sie „schreibe“, was sie dort für ein Gebäude sehe.
Zuhause in Berlin entstanden dann aus den kleinen, detailreichen schwarz-weißen Skizzen Bilder in bunten Farben. Davon können sich die Besucher des Marie-Hager-Hauses ab dem kommenden Sonnabend um 16 Uhr überzeugen. Dann öffnet die Ausstellung der Berlinerin mit dem Titel „Unterwegs“. Sie zeigt bis zum 9. Juni Landschaften, Architektur und Stadtlandschaften als Pastell, Aquarell, Kohle- und Bleistiftzeichnung sowie als Druckgrafik. Alles ist in den zurückliegenden 30 Jahren entstanden. Neben Motiven der derzeitigen Heimat Berlin zeigt die Schau auch Bilder aus Burg Stargard und Umgebung.
Iduna Schoenfeld, Jahrgang 1940, hat in der Kleinstadt von 1956 bis 1959 gelebt und ist hier zur Schule gegangen. Mit Gerda Boldt ist sie seit damals befreundet. Noch heute, meist wenn sie die Gräber ihrer Eltern auf dem Burg Stargarder Friedhof besucht, verabreden sich die Jugendfreundinnen. Und ein Besuch im Hagerhaus gehöre für sie dann auch immer dazu. Schon von Kindesbeinen an liebte Iduna
Schoenfeld es zu zeichnen und malen, versichert sie. Durch die Teilnahme an zwei Lehrgängen bei dem bekannten Burg Stargarder Maler Friedrich Hitz habe sie dabei nach dem Abitur in Neubrandenburg Anregungen für Bildkomposition und Farbgebung bekommen. Malen und Zeichnen hat auch maßgeblich die Berufswahl von
Iduna Schoenfeld beeinflusst. Nach einer notwendigen einjährigen Maurerlehre in Neubrandenburg studierte sie in Weimar Architektur. Das Freihandzeichnen sei für sie damals zur willkommenen Erholung von den Anstrengungen des Studienbetriebes geworden, erinnert sie sich, aber auch zur Übung in konzentrierter Beobachtung und schneller Wiedergabe auf dem Skizzenblock.

Kontakt zur Autorin
b.gudat@nordkurier.de

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