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Unfallbilanz für die Region weist positive Tendenz auf

Nahezu unverletzt blieb wie durch ein Wunder ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall im Februar 2012 bei Tützpatz. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/Archiv
Nahezu unverletzt blieb wie durch ein Wunder ein Lkw-Fahrer bei einem Unfall im Februar 2012 bei Tützpatz. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/Archiv

VonAnke Brauns

Mehr Wildunfälle, aber insgesamt weniger Zusammenstöße auf den Straßen gab es 2012 im Altkreis Demmin. Dieses Jahr will die Polizei stärker auf Drogen kontrollieren.

Neubrandenburg/Demmin.Weniger Unfälle mit Schwerverletzten und Toten und weniger Zusammenstöße überhaupt – die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2012 für die Polizeiinspektion (PI) Neubrandenburg zeigt eine positive Tendenz. „Trotzdem ist jeder bei einem Verkehrsunfall Verstorbene einer zu viel“, so der PI-Leiter, Kriminaldirektor Siegfried Stang. Die Entwicklung zeigt sich auch im Bereich des Altkreises Demmin. 2070 Unfälle wurden hier registriert, etwa 60 weniger als im Jahr zuvor. In
75 Fällen erlitten Unfallbeteiligte schwere Verletzungen, 2011 waren es zehn Schwerverletzte mehr. Von den
16 Menschen, die im PI-Bereich durch Unfälle starben, kamen vier im Altkreis Demmin ums Leben, im Jahr zuvor waren es neun. Zwei der vier Unfalltoten starben, weil das Fahrzeug gegen einen Baum gekracht war, so die Polizei.
Die will in diesem Jahr verstärktes Augenmerk auf Drogenkontrollen legen. Denn beim Fahren unter Drogeneinfluss sei ein Anstieg um
17 Fälle zu verzeichnen. „Betäubungsmittel schränken, genau wie Alkohol, die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführer enorm ein, so dass sie für die anderen Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen“, erklärte Siegfried Stang. Im Altkreis Demmin ist die Tendenz allerdings umgekehrt. Hier war der Drogentest bei Autofahrern 34 Mal positiv, 2011 wurden 43 Drogensündern registriert. Auch unter Alkoholeinfluss wurden im Altkreis deutlich weniger – nämlich 90 – Fahrer erwischt als 2011 (155).
Zugenommen hat 2012 die Zahl der Wildunfälle. Im Altkreis Demmin stieg sie um
75 auf 856 Zusammenstöße. Die häufigsten Unfallursachen waren 2012 Missachtung der Vorfahrt, Fahren mit unangepasster Geschwindigkeit, falsches Überholen und Fahren unter Alkohol. Zugenommen hat im Bereich Demmin nur die Zahl der Raser: 61 Mal war hier Geschwindigkeit die Unfallursache, 2011 waren 55 Unfälle darauf zurückzuführen.
Den höchsten Anteil als Unfallverursacher haben im Jahr 2012 die 21- bis 24-Jährigen mit 11,3 Prozent. Danach folgen die 35- bis 39-jährigen Fahrer mit 9,7 Prozent, so die Polizei. Sie versuchte, mit über 5300 Verkehrskontrollen für mehr Sicherheit zu sorgen und leitete dabei zahlreiche Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Temposünder, wegen falschen Überholens, Missachtung der Gurtpflicht, Telefonierens ohne Freisprechanlage und Fahrens bei Rot ein.

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a.brauns@nordkurier.de

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