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Vollsperrung ärgert die Kreisstädter

Neubrandenburg.Nach Kritik durch Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) verteidigt das Straßenbauamt Neustrelitz sein Vorgehen bei der Sanierung der 750 Meter langen Bundesstraße zwischen Ypsilon-Kreuzung und Beethovenring in Neubrandenburg. Die Bundesbehörde plant ab 1. Juli dafür eine einwöchige Vollsperrung am Stadtrand der Kreisstadt mit einer Umleitung über Wulkenzin und Weitin. Krüger hatte dies als „Unsinn“ bezeichnet und eine Einfahrt für Broda-Anlieger über die Seestraße empfohlen, damit diese von der zehn Kilometer langen Umleitung verschont blieben.
Straßenbauamtsleiter Jens Krage, Dezernent Hans-Joachim Conrad und weitere Planer haben kürzlich ihre Pläne erläutert. Die Variante mit der Vollsperrung sei die beste Lösung. Immerhin passieren jeden Tag rund 17300 Fahrzeuge die Ypsilon-Kreuzung. Während der Bauzeit soll der Verkehr in Weitin zusammenfließen und dann ohne Behinderungen in die Innenstadt geführt werden. Würde es hier eine extra Ampelregelung für Broda-Anlieger geben dann wären Staus programmiert. Viele Pendler mit Ortskenntnis könnten in diesem Fall die „Abkürzung“ durch Broda nehmen – dafür seien die Straßen dort aber nicht ausgelegt. Zudem könne man die Baumaßnahme mit einer Vollsperrung in nur einer Woche erledigen – mit einer teilweisen Zufahrt in die Seestraße wären es zwei Wochen.
Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sei garantiert. Diese könnten jederzeit die Baustelle passieren und müssten keinen Umweg nehmen.
Die Straßendecke befinde sich in einem schlechten Zustand, so Krage. Deshalb werde die Deckschicht erneuert, Am Montag, 1. Juli, soll ab 9Uhr die komplette Strecke abgefräst werden. Vier Zentimeter werden „abgehobelt“. Dann werde begonnen, eine neue Schwarzdecke aufzutragen. Das sei bis Mittwoch geplant. Spätestens am Montag sei die Straße wieder frei.

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