Nordkurier.de

Vorerst keine neue Bewerbung um Mission-Olympic-Titel

Mission Olympic in Neubrandenburg war im Sommer 2009 vor allem durch eine tolle Atmosphäre und ein einzigartiges Wir-Gefühl gekennzeichnet. Selbst im Platzregen kämpften die Viertorestädter noch leidenschaftlich um die Punkte für ihre Stadt. [KT_CREDIT] FOTO: Segeth
Mission Olympic in Neubrandenburg war im Sommer 2009 vor allem durch eine tolle Atmosphäre und ein einzigartiges Wir-Gefühl gekennzeichnet. Selbst im Platzregen kämpften die Viertorestädter noch leidenschaftlich um die Punkte für ihre Stadt. [KT_CREDIT] FOTO: Segeth

Von unserem Redaktionsmitglied
Andreas Segeth

Die Organisatoren des Städtewettbewerbs haben wieder an die Neubranden- burger Stadttore geklopft. Zumindest im kommenden Jahr wird es allerdings keine Wiederholung geben.

Neubrandenburg.Es war wohl eines der prägendsten Erlebnisse der jüngsten Stadtgeschichte: Im Sommer 2009 waren zehntausende Neubrandenburger und ihre Gäste auf den Beinen, um im Rahmen des Städtewettbewerbs Mission Olympic in sportlichen Wettbewerben Punkte für ihre Stadt zu erkämpfen. Drei Tage lang schwelgte die Stadt in einem seltenen Wir-Gefühl. Am Ende hatten 84000 Teilnehmer insgesamt 260000 Punkte geholt, der Titel ging damals allerdings nach Lübbenau.
Damals schloss Oberbürgermeister Paul Krüger (CDU) nicht aus, dass Neubrandenburg einen neuen Versuch auf die Beine stellen könnte. In nächster Zeit wird das aber wohl nichts. Denn eine Anfrage des Organisationsbüros Mission Olympic – einer Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und Coca Cola –, ob Neubrandenburg sich nicht wieder für das Jahr 2014 bewerben möchte, hat Rathaussprecherin Doreen Duchow gegenüber dem Nordkurer jetzt abschlägig beantwortet.
Die Stadt werde sich nicht erneut bewerben, so Duchow. Der Stadtsportbund als Hauptpartner einer solchen Bewerbung bestehe nicht mehr. Angesichts des momentan laufenden Umstrukturierungsprozesses im Zusammenhang mit der Auflösung des Stadtsportbundes und dem Aufbau des Kreissportbundes schätze man im Rathaus zurzeit ein, dass es sehr schwierig werden würde, ein solches sportliches Großereignis auf die Beine zu stellen. Hínzu komme die Tatsache, dass die Teilnahme an Mission Olympic auch mit Kosten für die Stadt verbunden wäre. Deshalb sehe man von einer Bewerbung für das Jahr 2014 ab.
Im übrigen haben die Organisatoren des Städtewettbewerbs mittlerweile die Regeln geändert. Es wird nicht mehr nur eine unter fünf Finalstädten gesucht, die am Ende 100000 Euro für ihren Breitensport gewinnen kann. Jetzt sucht man zwei Gewinnerstädte – eine unter, die andere über 30000 Einwohner. Die 100000 Euro werden unter den Erst- und Zweitplatzierten in beiden Kategorien verteilt.

Kontakt zum Autor
a.segeth@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×