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Wahlkampfpannen in der SPD

karikatur: tomicek
karikatur: tomicek

Plötzliche Kür:Am 27. September lässt Fraktionschef Frank-Walter-Steinmeier durchblicken, dass er als Kandidat nicht zur Verfügung steht. Ohne Team, viel früher als geplant und ohne Kommunikationsstrategie zu den hohen Nebenverdiensten schlittert Steinbrück in die Kandidatur.
Kanzlergehalt:Nachdem bekannt ist, dass Steinbrück als Abgeordneter mit Vorträgen weit über eine Million Euro nebenher verdient hat, ist klar, dass er als Sozialdemokrat öffentlich besser nicht mehr über Geld reden sollte.
Peer-Blog:Im Februar gerät Steinbrücks persönlicher Berater Hans-Roland Fäßler (63) in die Kritik. Ihm wird parteiintern eine Mitverantwortung für das völlig missratene Experiment eines Unterstützer-Blogs für Steinbrück angelastet. Die Finanzierung bleibt unklar. Der Bundestag kündigt eine Prüfung an.
Kompetenzgerangel:Anfang März ordnet die SPD-Spitze die Zuständigkeiten für den Wahlkampf neu. Generalsekretärin Andrea Nahles übernimmt die Hauptverantwortung für die Wahlkampagne. Enge Vertraute Steinbrücks verlieren bisherige Zuständigkeiten.
Sportunterricht:Ein Bericht einer Veranstaltung hatte den Eindruck erweckt, Steinbrück fordere aus religiösen Gründen generell einen zwischen Jungen und Mädchen getrennten Sportunterricht. Dabei hatte er dies nur für Einzelfälle als Variante bezeichnet.
Wahlkampfslogan:„Das Wir entscheidet“ – mit dieser Botschaft will die Partei Wahlkampf für mehr soziale Gerechtigkeit im Land führen. Doch ausgerechnet eine Leiharbeitsfirma nutzt den Slogan seit 2007 – dabei hat sich die SPD den Kampf gegen Missbrauch in diesem Bereich auf ihre Fahnen geschrieben.

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