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Wall-Buddelei vorerst gestoppt

An einer Stelle wurde tief in den Wall gebuddelt. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns
An einer Stelle wurde tief in den Wall gebuddelt. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

Neubrandenburg.Wer täglich an der Ring-Baustelle vorbei kommt, merkt es vielleicht gar nicht. Aber dort, wo im Auftrag der Stadtwerke eine Sedimentierungsanlage entstehen soll, ruht die Arbeit nach Auskunft von Elke Schanz vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege. Denn dort hat sich der Bagger tief in die denkmalgeschützte Wallanlage gefressen „und diese Maßnahme war überhaupt nicht vereinbart“, wie sie sagt. Nach einem Ortstermin am Dienstag stehe zunächst „Aussage gegen Aussage“. Anhand weiterer Unterlagen will die Frau vom Landesamt den Fall nun zunächst bis zum Ende der Woche prüfen.
Volker Kunath hatte beobachtet, dass ein Teil der Wallanlage durch einen Bagger entfernt wurde. Obwohl erheblich in die Erdschichten eingegriffen werde, sei kein Archäologe anwesend, schrieb er an den Nordkurier. Nach Angaben von Toralf Ernst, zuständiger Bauüberwacher vom Straßenbauamt Neustrelitz, habe man sich im Vorfeld mit der Denkmalpflege abgestimmt. Beim Eingriff in den Wall sollte es eine entsprechende Begleitung geben, so Ernst. Ob das in diesem Fall stattgefunden habe, könne er nicht sagen, weil dieser Eingriff zum Auftragsvolumen der Stadtwerke gehöre. Deren Sprecherin Anja Hünemörder kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Die Denkmalschutzbehörde sei seit Dezember in die Baumaßnahme einbezogen. „Uns liegen auch die entsprechenden Genehmigungen vor. Die Sedimentationsanlage war sogar eine Auflage einer Behörde – der Unteren Wasserbehörde“, erklärt sie. Baumaßnahmen im Innenstadtbereich seien immer durch den Denkmalschutz zu genehmigen. Aus diesem Grund sei es übliche Verfahrensweise der Stadtwerke, die entsprechenden Genehmigungen einzuholen.ab

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