Nordkurier.de

Werkstätten drehen fleißig am Rad

VonDenny Kleindienst

Alle Jahre wieder: Die warmen Temperaturen treiben die Kunden scharenweise in die Werkstätten. Sie wollen sich der letzten Überbleibsel aus der kalten Jahreszeit entledigen: der Winterreifen.
Altentreptow.Die dicken Winterstiefel sind in den hintersten Regal-Ecken verschwunden. Leichteres Schuhwerk ist gefragt. Und was den Menschen ihre Sommerschuhe sind, das sind fürs Auto die Sommerreifen. Die sollen besser jetzt als gleich gegen die Winterreifen eingetauscht werden. In den Werkstätten herrscht daher Hochbetrieb.
„Richtig ab geht es seit Montag“, sagt Jens Frehse, Werkstattmeister beim Autohaus Kopischke in Altentreptow. Zehn bis 15 Reifenwechsel täglich haben die Mitarbeiter in dieser Woche durchgeführt, Tendenz steigend in den nächsten Tagen. Dass jemand seine Winterreifen mitbringt, ist eher die Ausnahme. Etwa zwei Drittel der Kunden haben ihre Sommerreifen beim letzten Wechsel gleich im Autohaus gelassen. „Wir haben über 300 Reifensätze eingelagert“, so Jens Frehse. Damit steht bis in den Mai hinein die vorherrschende Aufgabe fest.
„Die Auszubildenden träumen schon von Reifen“, sagt Kfz-Mechaniker Arne Becker. Doch auch wenn einem das ständige Reifenwechseln nach einer Weile zum Hals raushänge, müsse man aufpassen, dass sich kein Trott einschleicht. „Gerade beim Festziehen der Räder darf man sich nicht verhaspeln.“ Volle Auftragsbücher hat auch der Reifenservice Kmietzyk in Altentreptow. Laut Geschäftsführer René Kmietzyk wird man die nächsten sechs Wochen noch mit den Sommerreifen beschäftigt sein.
Für den Wechsel eines Reifensatzes rechnet Steffen Saß, Geschäftsführer des Autohauses Saß in Klatzow, eine dreiviertel Stunde ein. Inklusive der Arbeiten, „die der Kunde nicht sieht.“ Dazu zählt das Überwuchten der Räder. Hierbei werden unregelmäßig laufende Räder ausgeglichen. Solche Schäden können zum Beispiel durch Bordsteinberührungen entstehen. Den Unglücklichen, die in den nächsten Tagen ihr Auto wegen eines Zwischenfalls zur Reparatur bringen müssen, wird auch geholfen – trotz der vielen Reifenwechsel. „Das takten wir im Werkstattplan mit ein“, sagt Steffen Saß.
Und wer noch immer misstrauisch in Richtung Sonne schaut, dem versichert Jens Frehse: „Die Winterreifen können runter.“

Kontakt zum Autor
d.kleindienst@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×