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Wildapfel zu hart und zu sauer

Neubrandenburg/Potsdam.Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemburg, Brandenburg – in diesen Bundesländern wachsen in Deutschland die meisten Wildäpfel. Der Baum des Jahres 2013 „liefert“ seine höchstens vier Zentimeter dicken Früchte nicht in den Supermarkt – zu hart und zu herb sind die fast kugelrunden Äpfel.
Alte Obstgehölze seien wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt, betont Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack zum heutigen Tag des Baumes. „Die Blüten des Wildapfels sind nicht nur für uns eine Augenweide, sondern eine wahre Weide für Bienen und Hummeln“, erklärt sie. Als Gehölz sei der Wildapfel vor allem an Waldrändern oder Baumgruppen zu finden. Mit seiner maximalen Höhe von zehn Metern und einer Lebenserwartung von rund 100 Jahren unterliege der Wildapfel schnell der Konkurrenz anderer Bäume.
Kultiviert werden Apfelbäume, die zur Familie der Rosengewächse zählen, seit Tausenden von Jahren. Inzwischen sind durch Kreuzungen und Auslese über 1000 verschiedene Apfelsorten entstanden, wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in ihrem Steckbrief schreibt. Der Wildapfel könne es auf einen Stammdurchmesser von bis zu 45 Zentimetern bringen. Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass der in Europa heimische Wildapfel und sein asiatisches Pendant den größten Einfluss auf die Entstehung des Kulturapfels hatten, der mit den Römern vor gut 2000Jahren nach Mitteleuropa kam.jsp

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