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Wissen aufgesaugt über Hornisse und Donnerkeil

Neubrandenburg.Wie viele Eier ein Huhn am Tag legt? Das weiß Niclas. „Noch nicht mal jeden Tag eins“, sagt der Viertklässler von der Spantekower Schule. Schließlich wohnt er auf dem Dorf und die Familie hält auch Hühner. Mit seinem Klassenkameraden Christian konnte Niclas beim Umwelttag an der Hintersten Mühle so manche der 18 Fragen auf dem Zettel ohne Hilfe beantworten. Zum Beispiel, dass kaputte Energiesparlampen nicht in den Biomüll gehören. Bei der Frage nach der größten Faltenwespe in Deutschland hat Niclas geraten und die Hornisse angekreuzt. Da hätte ihm ganz sicher auch Gernot Kunzemann weitergeholfen, der zum ersten Mal beim Umwelttag mit einem Stand vertreten war und rund um die Hornisse informierte.
Und das war nicht das einzige Neue bei dem schon traditionellen Aktionstag. Einbezogen war der Landkreis zwar auch im vergangenen Jahr schon in die Vorbereitung, aber diesmal hatte er die Federführung übernommen. Christina Ahrent vom Umweltamt hatte die Fäden in der Hand und auf diesem Neuland zum Glück Unterstützung durch zahlreiche Partner, wie sie sagte. Und auch Sponsoren machten den Tag möglich. Mit 530 waren in diesem Jahr zwar etwas weniger Kinder angemeldet als in den Vorjahren, aber am Nachmittag wurden auch noch viele unangemeldete Gäste erwartet, so Christina Ahrent. Die Schulklassen kamen aus Neubrandenburg und von der Spantekower Schule. Vögel, Insekten, Fische, Bäume, Energie, Geologie, Müll – viele Themen wurden an den Stationen angesprochen und oft lernten die Kinder nicht nur durch Gucken, sondern durch Ausprobieren, Basteln, Anfassen.
Am Stand des Geowissenschaftlichen Vereins beispielsweise wühlten die Mädchen und Jungen in einem Steinhaufen und holten nicht nur verschiedene Gesteine heraus, sondern auch Fossilien. Die Mitstreiter des Vereins räumten allerdings ein, dass sie Einiges unter den Steinhaufen geschummelt hatten, um den Kindern Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Gerade weil die Stein-Fachleute schon seit vielen Jahren Partner des Umwelttages sind, sorgen sie sich um die Zukunft der Hintersten Mühle. Stadt und Kreis müssten sich klar zu der Einrichtung bekennen, die viele Jahre Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit habe, finden sie.ab

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