
| Neubrandenburg |
von Christina Weinreich
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Einige Dorfbewohner sagten am Freitagvormittag, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis die Feuerwehr anrücken musste, weil es in der Wohnung von W. brennt. Am Freitag um 2 Uhr wurden die Kameraden tatsächlich zum Löschen gerufen, war ihr Einsatzort die Wohnung des Burowers W., die sich gegenüber der Wehr an der Alten Dorfstraße 13 befindet.
Das Wohnzimmer brannte komplett aus
In dem Aufgang des Hauses leben mehrere Familien und es bestand Gefahr, dass das Feuer übergriff. Das konnten die Kameraden der freiwilligen Wehren aus Burow, Weltzin, Golchen und Altentreptow noch rechtzeitig verhindern. Das Wohnzimmer von W. brannte jedoch komplett aus, berichtete Roland Krause von der Burower Wehr.
In Küche, Bad, Schlafzimmer und Flur entstanden extreme Rauchschäden, so dass die gesamte Wohnung renoviert werden muss. Aufgrund der starken Rauchentwicklung sind auch Wohnungen in der Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen worden.
Bei vier Mietern bestand der Verdacht der Rauchvergiftung, so dass sie ins Klinikum nach Neubrandenburg gebracht wurden. Die Altentreptower Wehr setzte ihr Belüftungsaggregat in Gang und so war der Rauch aus dem Treppenhaus bald verschwunden.
Über die Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei gestern zunächst noch keine Angaben machen. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Burower spekulieren über die Brandursache
In Burow indes sind sich viele sicher, was der Auslöser des Feuers war: eine Kerze. Dem Mieter sei vor einiger Zeit der Strom abgeklemmt worden, da er Rechnungen schuldig blieb. Da hat der Versorger reagiert und ihm den Strom abgeschaltet. W. soll auf Kerzen als Lichtspender umgestiegen sein. Offenbar habe er nicht mitbekommen, dass ein Feuer entstand, denn nicht er, sondern die Nachbarin habe die Feuerwehr alarmiert.
Da die Wehren ihre Tanks gefüllt hatten und das Feuer sich noch nicht dramatisch ausgebreitet hatte, reichten diese Vorräte zum Löschen. „Als wir aber unseren Tank nach dem Einsatz wieder mit Wasser füllen wollten, war der Einfüllstutzen zugefroren, so dass wir ihn nicht mehr öffnen konnten“, sagte Roland Krause.
In dem Zusammenhang erinnerte er sich an einen Einsatz vor über 20 Jahren, als die BHG in Altentreptow an der Bahnhofstraße in Flammen stand. „Da hatten wir Minusgrade um die 20 Grad und uns gefror das Wasser in den Angriffsschläuchen. Wir mussten uns heißes Wasser borgen.“
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