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Zoff um Debatte über Schweine

Neubrandenburg.Der Landesbauernverband in Mecklenburg-Vorpommern hat der Umweltorganisation BUND vorgeworfen, vor der Debatte um den Tierschutz in der Nutzviehhaltung zu kneifen. Es sei bezeichnend, dass der BUND in der Öffentlichkeit die moderne Tierhaltung verteufle und den Dialog mit Landwirten, Wissenschaftlern und Fachleuten scheue, kritisiert Bauernpräsident Rainer Tietböhl in Neubrandenburg. Zuvor hatte der BUND seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung in Rostock am vergangenen Wochenende in Rostock kurzfristig abgesagt.
BUND-Landeschefin Corinna Cwielag will die Kritik nicht auf sich sitzen lassen und fordert Tietböhl auf, zum sachlichen Dialog zurückzukehren. Einladungen des Bauernverbandes seien bisher noch nicht ausgeschlagen worden. Die Absage sei aus wichtigen internen Gründen unumgänglich gewesen. Tietböhl überziehe bei seiner Kritik. Der BUND fordere den Bauernverband auf, über Alternativen der fortschreitenden Industrialisierung der Tierhaltung nachzudenken.
Der Berufsstand berate derzeit bundesweit seine Position zur Nutztierhaltung, erläutert Tietböhl. Der Bauernverband wehre sich aber dagegen, dass Mecklenburg-Vorpommern als Land der Massentierhaltung wahrgenommen werde. Tietböhl lässt aber Zweifel an der Dimension der Ferkelaufzucht in Alt Tellin durchblicken. Es müsse gefragt werden, ob solche Größen wirklich die Zukunft sein könnten. Der Bauernpräsident verweist gleichzeitig darauf, dass die umstrittene Anlage nach gültigen rechtlichen Regeln genehmigt worden sei.jsp

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