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Zur Ämterfusion gehen Meinungen weit auseinander

VonAnke Brauns

Erfahrungen mit anderen Ämtern zu Fusionen konnte die Arbeitsgruppe im Treptower Tollensewinkel noch nicht austauschen. Jetzt gibt es Gespräche mit allen Bürgermeistern und mit dem Innenministerium.

Altentreptow.Die Bürgermeister des Amtsbereiches Treptower Tollensewinkel sind jetzt nacheinander ins Treptower Rathaus eingeladen und sollen zum Thema Gemeindefusionen zu Wort kommen. „Wir wollen das Ohr an der Basis haben und ausloten, wie die Meinungen in den einzelnen Gemeinden sind“, sagt Amtsvorsteher Manfred Komesker (CDU), der gleichzeitig Sprecher der Arbeitsgruppe ist, die sich im Auftrag des Amtsausschusses mit möglichen Fusionsmodellen befassen soll. Eigentlich sollte es zuerst in den Austausch mit anderen Amtsbereichen und Kommunen gehen, die schon Erfahrungen mit solchen Strukturänderungen haben. „Aber das musste zwei Mal aus Krankheitsgründen abgesagt werden“, erklärt Komesker.
Die Bürgermeistergespräche in Altentreptow werden allerdings nicht mit der ganzen Arbeitsgruppe geführt, sondern im kleinen Kreis mit Komesker, dem Treptower Bürgermeister Volker Bartl (CDU) und Elvira Gutglück, die im Rathaus den Bereich zentrale Verwaltung und Finanzen leitet. „Wir wollen hören, wie die Befindlichkeiten in den Gemeinden sind und natürlich auch motivieren, dass das Thema in den Kommunen diskutiert wird“, sagt Manfred Komesker – wohl wissend, dass die Auffassungen im Amtsbereich weit auseinander gehen.
Parallel sei man mit dem Innenministerium dabei, die finanziellen Möglichkeiten abzuklopfen, denn das sei „das schlagende Argument“ in der Diskussion. „Es gab erste Gespräche, aber beide Seiten müssen noch Hausaufgaben machen“, deutet er an, für Details sei es noch zu früh. Auf jeden Fall sollen dabei auch die Schulden eine Rolle spielen, die die Gemeinden des früheren Burower Amtsbereiches für das Wohnungsunternehmen Gewo Bau auf sich genommen haben. Bei seinem Besuch in den Gemeinden Gültz und Gnevkow Ende Februar hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) angekündigt, demnächst werde sich ein Mitarbeiter des Ministeriums deshalb mit dem Amt in Verbindung setzen. In der Verwaltung hat sich bisher aber niemand gemeldet. „Das wird Thema unserer Besprechungen mit dem Ministerium sein“, versichert Komesker.

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