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Zurück zur D-Mark: Euro-Gegner machen mobil

VonUwe Reißenweber

Sie wollen die Euro-Zone verlassen: Nach der Bundespartei hat sich jetzt auch die Alternative für Deutschland im Nordosten gesammelt.

Schwerin.Die Euro-Gegner rufen jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern zur Attacke: Der eben gegründete Landesverband der neuen Partei Alternative für Deutschland (AfD) zählt mittlerweile rund 150 Mitglieder und über 300 eingetragene Unterstützer. Wöchentlich kämen ungefähr 30 neue Mitglieder hinzu, sagte der Sprecher des Landesverbandes, Leif-Erik Holm, gegenüber Nordkurier. Holm ist auch der Nordost-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Den Vorsitz des Landesverbandes teilen sich insgesamt drei Sprecher.
Erst vor zwei Wochen hatte sich die Bundespartei gegründet. Erklärtes Ziel der AfD ist der Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone. Die Partei hält auch eine Rückkehr zur D-Mark für möglich. Um den Austritt aus der Eurozone zu erzwingen, soll Deutschland weitere Hilfskredite für Krisenländer verweigern. Insgesamt hat die Partei derzeit 10 000 Mitglieder. Vorwürfen, wonach die AfD am rechten politischen Rand fische und Ressentiments Vorschub leiste, entgegnete Holm: „Wir sind gute Europäer, denn wir wollen ja nicht Europa abschaffen. Zudem ist es auch für die Krisenländer besser, wenn umgesteuert wird.“
Landespolitische Themen stünden momentan weniger auf der Agenda der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, räumte der Sprecher ein. Jetzt gehe es erst einmal um die Bundestagswahl. Um an ihr teilnehmen zu können, benötigt die neue Partei Unterstützer-Unterschriften. Für den Nordosten müssen 1400 gesammelt werden. Dieser Tage wolle man die Aktion starten, kündigte Holm an. Ob man sich auch an die Kommunalwahlen im kommenden Jahr im Nordosten beteiligen werde, sei noch offen, von einer Teilnahme an den nächsten Landtagswahlen gehe man aus. Laut Holm sind vielfach ehemalige Mitglieder der CDU und der FDP dem AfD-Landesverband beigetreten. Zum Schatzmeister wurde Klaus Peter Last gewählt – der dieses Amt schon beim Landesverband der Grünen innehatte. Holm selber war bislang Moderator eines kommerziellen Radiosenders, lässt diese Tätigkeit im Moment aber ruhen.

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