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60er-Jahre-Hit reißt alle vom Hocker

Da hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Lehrerin Silvia Schulz brillierte im 60er-Jahre-Outfit und begeisterte mit einer Karaokeversion von „Ich will ’nen Cowboy als Mann“. In der Integrierten Ge-  samtschule „Walter Karbe“ wurde gestern der 50. Geburtstag des Schulgebäudes gefeiert. Die Schule wurde 1963 eingeweiht. Zeitweise hatte sie 1200 Schüler.  FOTO: marlies steffen
Da hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Lehrerin Silvia Schulz brillierte im 60er-Jahre-Outfit und begeisterte mit einer Karaokeversion von „Ich will ’nen Cowboy als Mann“. In der Integrierten Ge- samtschule „Walter Karbe“ wurde gestern der 50. Geburtstag des Schulgebäudes gefeiert. Die Schule wurde 1963 eingeweiht. Zeitweise hatte sie 1200 Schüler. FOTO: marlies steffen

VonMarlies Steffen

Ein halbes Jahrhundert Schulhausgeschichte
wurde in Neustrelitz gefeiert. Das Schulgebäude an der Lessingstraße war im Jahr 1963 eingeweiht worden.

Neustrelitz.Da hielt es keinen mehr auf den Plätzen, als Lehrerin Silvia Schulz als flottes 60er-Jahre-Girl den Gitte-Hit „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ zum Besten gab. Die Überraschung gestern zur Halb-Hundert-Jahr-Feier in der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ gelang komplett. Die Erinnerung an die 60er Jahre – als Nummer zwei kam Lehrer Heiko Hübner im Heino-Outfit – war das begeisternde Finale einer stimmungsvollen Jubiläumsfeier. Dabei wurden naturgemäß auch noch einmal wichtige Stationen dieser 50 Jahre lebendig. Der amtierende Schulleiter Hans-Werner Goetsch erinnerte an die Anfänge, als Schüler und Lehrer beim Neubau gemeinsam mit Hand anlegten, damit der Neubau gelingen konnte. Ein prägendes Erlebnis für die jungen Leute, hätten doch viele auch ihren Kindern später immer noch voller Stolz vom Dabeisein bei den Bauarbeiten berichtet. Das Gebäude war zudem der erste Schulneubau nach 1945 in Neustrelitz.

Von Karl Marx
zu Walter Karbe
Das Schulhaus hat bewegte Zeiten hinter sich, 1963 noch als ein „Leuchtturm“ in einem weitgehend unbebauten Gebiet errichtet, musste es zeitweise 1200 Schüler beherbergen. Wegen des Wohnungsmangels waren sogar Minizimmer unterm Dach für Junglehrer und ihre Familien hergerichtet. Die Schule erhielt bald den Namen Polytechnische Oberschule „Karl Marx“. Und ein Karl-Marx-Schulpreis wurde vergeben. Nach der Wende wurde sie eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Vom weltberühmten Philosophen Marx im Namen wurde der Wechsel zum regional bekannten Heimatforscher Walter Karbe vollzogen. Heute ist die IGS eine stabile Größe in der Schullandschaft. Was die Schüler können, zeigten sie gestern in einem bunten Programm.
So zeigte die Sportklasse ihr Können auf dem Trampolin, gab es Goethes „Zauberlehrling“ in einer Rap-Variante, trug eine Schülerin ein russisches Gedicht vor. Die IGS unterhält Kontakte in die Neustrelitzer Partnerstadt Tschaikowski. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister Andreas Grund (parteilos). Er erinnerte an seine eigene Schulzeit, die 1967 in dem Schulgebäude begann. Während der Festveranstaltung wurde auch der Walter-Karbe-Schulpreis verliehen – die höchste Ehrung der IGS. Ihn erhielten Beatrice Villwock, die sich schon viele Jahre im Elternrat engagiert, und Andreas Butzki, langjähriger Schulleiter und jetzt SPD-Landtagsabgeordneter.

Kontakt zur Autorin
m.steffen@nordkurier.de

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