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Adebar löst Freude aus

In Lüttenhagen hat gestern ein Storchenpaar zusammengefunden. Auch in Cantnitz wurde Meister Adebar gesichtet. In anderen Dörfern lassen die Vögel auf sich warten. [KT_CREDIT][KT_CREDIT] FOTO: Klaus-Jürgen Fischer
In Lüttenhagen hat gestern ein Storchenpaar zusammengefunden. Auch in Cantnitz wurde Meister Adebar gesichtet. In anderen Dörfern lassen die Vögel auf sich warten. [KT_CREDIT][KT_CREDIT] FOTO: Klaus-Jürgen Fischer

Von unserem Mitarbeiter
Klaus-Jürgen Fischer

Die Störche sind zurück
in der Feldberger Seenlandschaft.
In Lüttenhagen hat sich
ein Paar eingefunden,
in Cantnitz wartet Meister Adebar noch auf seine Frau.

Lüttenhagen/Cantnitz.Die ersten Störche sind in die Feldberger Seenlandschaft zurückgekehrt. In Lüttenhagen landete gestern ein Storchenweibchen auf dem Nest am Lütt Holthus. Am Montag war bereits das Männchen eingetroffen und hatte mit Reparaturarbeiten am Horst begonnen. „Dies ist offenbar das Paar, das seit Jahren hier nistet“, sagte Storchenbetreuer und Forstamtsmitarbeiter Manfred Mahnke. Die beiden hätten auch gestern gleich „Hochzeit gefeiert“.
In den Tagen zuvor habe der männliche Vogel das Nest gegen zwei angreifende Rivalen verteidigen müssen. Die beiden Angreifer vagabundieren seit einigen Tagen in der Gegend um Lüttenhagen und Weitendorf. Es sei die Regel, so Mahnke, dass zuerst die Männchen aus den Winterquartieren zurückkehren und die Nester vorbereiten. Später folgten die Weibchen. Im vergangenen Jahr hatte das Paar in Lüttenhagen fünf Jungvögel aufgezogen. So viel Nachwuchs gab es zuletzt vor zehn Jahren.
Auch die Cantnitzer freuten sich gestern über Adebars Rückkehr. „Der erste Storch ist angekommen und zwar bei der Familie Wodrich, die sich im vergangenen Jahr über drei Jungstörche freuen konnte“, teilte Horst van der Meer aus Cantnitz mit.
Storchenliebhaber in anderen Dörfern der Feldberger Seenlandschaft hoffen noch auf Meister Adebar. „Einer war kurz hier“, sagte Stefan Krüger aus Gräpkenteich. „Ich hoffe, er kommt zurück und bleibt.“ Der Tischler hatte im vergangenen Jahr ein Nest auf seinem Hof eingerichtet, in dem sich zeitweise ein Paar niedergelassen hatte. Es wurde allerdings von anderen Storch-Junggesellen vertrieben. „Das Paar kam später zwar wieder, hat aber nicht mehr gebrütet.“ In Koldenhof ist das Nest, das 2012 besetzt war, noch leer. Hier hatten sich die Adebare wieder angesiedelt nach 20-jähriger Abwesenheit, allerdings ohne Bruterfolg.

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