Nordkurier.de

Alte Maschinchen frisch aufpoliert

VonUlrich Krieger

Fahrbare Untersätze aus längst vergangenen Zeiten sind jetzt am Neustrelitzer Hafen zu bewundern.
Ein Neustrelitzer hat das kleine Museum in nur drei Monaten auf die Beine stellen können. Am Donnerstag werden nun die ersten Besucher erwartet.

Neustrelitz.Jetzt hat Neustrelitz auch eines – ein kleines technisches Museum. Ab Donnerstag, dem 2. Mai, können Interessenten an alten Zweiradfahrzeugen im vorderen Hafenspeicher in der Semmelweisstraße 19 diese Oldtimer ausgiebig bestaunen. Motorroller von Holger Wirths, Fahrräder und Fahrräder mit Hilfsmotor von Stefan Oleischeck, Mopeds von Andreas Siebeck und weitere Leihfahrzeuge hat Museumsbetreiber Daniel Grabnitzki in den vergangenen Wochen zusammengetragen, erzählte er dem Nordkurier.
Nur etwa drei Monatevergingen von der Idee bis zur Eröffnung der Schau, wobei Grabnitzki intensive Unterstützung von Hauseigentümer Bernd Werdermann erfuhr. Mit den jetzt ausgestellten Fahrzeugen soll das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Schon jetzt keimt die Hoffnung, auch noch Motorräder ausstellen zu können. „Dafür bräuchten wir aber noch eine weitere Etage in dem Speichergebäude“, schaut der Betreiber nach vorn – wohl wissend, dass er auch dafüreiniges an Platz benötigen wird.
Den geladenen Gästen einer kleinen Eröffnungsfeier machte es am Sonntag sichtlich Freude, die „Schätze“ begutachten zu können. „Auf so einem Fahrrad mit Hilfsmotor vom Hersteller Messgeräte- und Armaturenwerk Karl-Marx-Stadt aus dem Jahre 1954 habe ich im Kindersitz gesessen und bin mit meinem Vater durch die Gegend gefahren“, erinnert sich Museumsgast HorstAbraham aus Neustrelitz. Vielen ist dieses Gefährt auch noch unter dem Namen „Hühnerschreck“ bekannt.

Geöffnet ist jeweils
donnerstags bis sonntags
Auch dem Neustrelitzer Holger Leyhum kamen bei dem Betrachten eines Motorrollers vom Typ Goggo 200 Erinnerungen an vergangene Zeiten: „Meine Mutter hätte mich umgebracht, wenn ich mit so einem Ding angekommen wäre. Mein Vater war in einer Kurve mit dem Motorrad verunfallt, seitdem waren Zweiräder bei uns tabu.“
„Museumsvater“ Daniel Grabnitzki wünscht sich noch viele Besucher, die ihre ganz persönlichen Geschichten zum Thema Zweirad erzählen können und dazuvielleicht sogar auch ihre Kinder und Enkelkinder mitbringen. Das Museum im Hafenspeicher ist donnerstags bis sonntags von 9 bis 11 und von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Kontakt zur Redaktion
red-neustrelitz@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×