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Amerika entdeckt Seenplatte

Seenplatte.Als „eines der bestgehüteten Geheimnisse Europas“ hat die amerikanische Journalistin Elizabeth Zach, tätig für die renommierte „New York Times“, die Mecklenburgische Seenplatte für sich entdeckt. Seit ihrem ersten Besuch vor über zehn Jahren habe sich wenig verändert, bilanziert sie im Frühsommer 2013 – schon gar nicht das unbeständige Wetter und die reiselust-einschränkenden Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel.
Doch von der Landschaft lässt sich die leidenschaftliche Paddlerin gern gefangen nehmen. Über Krakow am See, Malchow und den Müritz-Nationalpark, durch Kuhweiden, „Sümpfe wie in Süd-Louisiana“ und immergrüne Wälder erreicht sie Mirow, wo Sonnenschein ihre Sechs-Seen-Tour Seen überstrahlt.
Wenig später zieht es die Autorin in die Feldberger Seenlandschaft, wo sie den Blick vom Wasser auf denLuzinort auskostet, und den Wind in den Buchen rauschen hört. Nicht entgehen lässt sie sich einen Abstecher nach Carwitz ins Hans-Fallada-Museum. Gerade erst hatte sie „Alone inBerlin“
(„Jeder stirbt für sich allein“) gelesen und empfand im
einstigen Wohnhaus des Schriftstellers dessenSchreibmaschine als „wichtigsten Gefährten während der Kriegsjahre“.
Als kulinarische Einkehr ist der Reisenden die Fischerhütte in Carwitz ebenso einladend wie das michelin-besternte Restaurant am Krakower See. Von der Bereitschaft zu vielen Entdeckungen am Rande erfüllt und stimmungsvoll bebildert bringt ihr Bericht den amerikanischen Zeitungslesern das „stille Seenland“ im fernen Mecklenburg nahe.sz

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