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Auch weiter vom Barack zum Barock

Von unserem RedaktionsmitgliedMarlies Steffen

Ohne Städtebaumittel vom Bund wäre die Neustrelitzer Innenstadt längst verfallen. Vor allem auch private Bauherren profitieren nach wie vor von der Förderung.

Neustrelitz.Die Stadt Neustrelitz erhält in diesem Jahr rund 2,1 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung. Rund 800 000 Euro davon werden für die Schadstoffsanierung im Carolinen-
stift eingesetzt. Das Krankenhaus soll bis 2016 zu einem Wohnhaus mit 45 Wohnungen umgebaut werden. Damit auch weiter „baracke“ Anlagen verschwinden können, stehen in diesem Jahr 1,2 Millionen Euro für private Sanierungsvorhaben im barocken Stadtkern der Residenzstadt zur Verfügung. Über die Förderung informierte in dieser Woche Margit Herz vom Sanierungsträger BIG-Städtebau im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau. Im zurückliegenden Jahrwurden durch die BIG-Städtebau 23 private Maßnahmen im Förderumfang von rund 940 000 Euro begleitet. Darunter zählen Modernisierungen in der Strelitzer und der Tiergartenstraße. Wie der zuständige Dezernent Karsten Rohde ergänzte, stellt der Bund in diesem Jahr 455 Millionen Euro für Sanierungsvorhaben in ganz Deutschland zur Verfügung. Die Verteilung der Mittel verschiebe sich aber zwischen neuen und alten Bundesländern Stück für Stück in Richtung Westen. Dies sei verständlich, da dort inzwischen auch ein erheblicher Sanierungsrückstau eingetreten sei, so Rohde. Für die Städtebaufinanzierung fließen indessen nicht nur nur Bundesmittel. Auch das Land und die Kommunen steuern jeweils zu einem Drittel Gelder bei.

Kontakt zur Autorin:
m.steffen@nordkurier.de

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