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Badeanstalt: Entwurf Nummer 2 abgelehnt

VonSusanne Böhm

Ein Freibad, das von der Gemeinde betrieben
und dessen Bau nicht gefördert wird: Das kommt nicht in Frage, finden
der Entwicklungsausschuss und der Ortsrat.

Feldberg.Will Feldberg eine auf Tourismus ausgerichtete Badeanstalt mit einem privaten Betreiber, deren Bau voraussichtlich vom Land gefördert wird? Oder will Feldberg eine auf Schulunterricht und Vereinssport ausgerichtete Badeanstalt mit der Gemeinde als Betreiberin, deren Bau nicht gefördert wird? Für den Entwicklungsausschuss der Feldberger Seenlandschaft und den Feldberger Ortsrat war die Antwort klar: Variante eins soll es sein.
Beide Gremien entschieden sich bei ihren jüngsten Sitzungen für den Entwurf des Unternehmernetzwerks „17zwo58 - Feldberg bewegt Dich!“ und gegen den Vorschlag von Peter Pfitzner, der in Eigenregie seine Ideen ins Spiel gebracht hat (der Nordkurier berichtete). Das teilte Bürgermeisterin Constance Lindheimer (SPD) mit.
Einen Aspekt aus Peter Pfitzners Plan aber fanden Ausschuss und Ortsrat gut: Das Gebäude könnte weiter weg vom Wasser gebaut werden, als es bisher vorgesehen ist. Dadurch bliebe ein größerer Strand erhalten. Hierüber soll laut Beschlüssen beider Gremien bei den weiteren Planungen nachgedacht werden.
Die Beschlüsse von Entwicklungsausschuss und Ortsrat gelten als Empfehlungen für die Gemeindevertretung, welche bei ihrer nächsten Sitzung die weitere Vorgehensweise festlegt. Es ist davon auszugehen, dass auch die Gemeindevertretung für das Projekt von „17zwo58“ stimmt, denn sie hatte bereits im vergangenen Jahr mit einem Grundsatzbeschluss festgelegt, dass die Badeanstalt nur dann gebaut wird, wenn ein privater Betreiber die Bewirtschaftung übernimmt. Außerdem ist die Gemeinde darauf angewiesen, dass ein Großteil der vorgesehenen Investition von 670000 Euro gefördert wird.
Der Konzeptentwurf des Unternehmernetzwerks sieht als Betreiber Thomas Pfitzner vor, einen Neffen Peter Pfitzners. Damit die Badeanstalt ganzjährig nutzbar ist, wollen die Unternehmer unter anderem ein Café mit gehobener Qualität, einen Catering-Service und einen Raum für Seminare. Ein Sprungturm, Ruhezonen und eine Boots-Ausleihstelle stehen ebenfalls auf der Wunschliste.
Die Gemeindevertretung setzt sich am Donnerstag, dem 13. Juni, wieder mit dem Thema auseinander. Die öffentliche Sitzung im Haus des Gastes in Feldberg beginnt um 19 Uhr.

Kontakt zur Autorin
s.boehm@nordkurier.de

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