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Bus-Besatzung berät bei Anträgen auf Akteneinsicht

VonDana Skierke

Das Angebot „Demokratie auf Achse“ hat zehn Woldegker ermutigt herauszufinden, was die Stasi einst für Informationenüber sie sammelte.

Woldegk.Zehn Anträge konnten Carsten Socke und Nina Ramid mit zurück nach Schwerin nehmen, nachdem die beiden Behördenmitarbeiter mit dem „Demokratie
auf Achse“-Bus in Woldegk Halt gemacht hatten. An Bord waren die Landeszentrale für politische Bildung sowie der Landesbeauftragte für dieStasi-Unterlagen in Person von Carsten Socke und Nina Ramid.
Zehn Woldegker beziehungsweise Bewohner aus der näheren Umgebung nutzten die Gelegenheit, einenAntrag auf Einsicht in Stasiakten zu stellen. Die Stasi ist immer noch ein heißes Thema. So war es einer älteren Dame aus der Mühlenstadt wichtig, von nicht allzu vielen Leuten am Bus gesehen zu werden. „Ich wohne in der Nähe, wollte nur schnell etwas aus der Apotheke besorgen, da hab ich den Bus gesehen“, verrät sie, während Nina Ramid ihr den Antrag erklärt.
Einige berichten freimütig über ihre Stasierfahrungen, weiß Carsten Socke. Erzählen, warum es eine Stasiakte über sie geben könnte. Das kann hilfreich sein. Nicht umsonst gibt es im Antrag den Punkt 5.1 „Ergänzende Hinweise zum Antrag und zum Auffinden der Unterlagen“.
Es sind in der Mehrzahl Menschen, denen es um eine Beratung zu den Stasi-Unterlagen geht, die gezielt zum Bus gekommen sind. Aber auch das Grundgesetz wurde gern mitgenommen, schätzt Carsten Socke ein. Das Projektteam hatte kostenfreies Material dabei. Die Reise erfolgte im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Kontakt zur Autorin
d.skierke@nordkurier.de

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