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Das Paradies direkt hinterm Haus

Marlene und Hans-Jürgen Fischer in ihrem Garten. Das Ehepaar hat an einem Steilhang hinterm Haus ein Paradies geschaffen. [KT_CREDIT] FOTO: Susanne Böhm
Marlene und Hans-Jürgen Fischer in ihrem Garten. Das Ehepaar hat an einem Steilhang hinterm Haus ein Paradies geschaffen. [KT_CREDIT] FOTO: Susanne Böhm

VonSusanne Böhm

An einem Steilhang an ihrer Wohnung haben Marlene und Hans-Jürgen Fischer eine Oase geschaffen.
Zehn Jahre Arbeit stecken in ihrem Terrassengarten.

Feldberg.Wer vor dem roten Haus in der Strelitzer Straße in Feldberg steht, ahnt nicht, welches Kleinod sich dahinter verbirgt: Ein Terrassengarten, eine Oase auf 400 Quadratmetern an einem fünf Meter hohen Steilhang.
Auf schmalen Pfaden, steilen Treppchen, Aussichtspunkten und Sitzbänken lässt sich der Garten entdecken und genießen.Bei jedem Rundgang ist Neues zu Erspähen, wie in einem Park. Zwischen Bäumen, Sträuchern und Blumen sind Vogelhäuschen, Steine und Skulpturen zu finden. In einem Nistkasten füttern Kohlmeisen ihre Küken An einem Stamm pickt ein hölzerner Specht. Von einer Schaukel lässt ein Gartenzwerg seine Beine Baumeln.Marlene und Hans-Jürgen Fischer haben direkt hinter ihrer Wohnung ein Paradies geschaffen, das in jedem Gartenkalender ein gutes Bild abgeben würde. „Es ist kein Garten“, sagt Hans-Jürgen Fischer, „es ist eine Anlage.“
Seit zehn Jahren arbeitet das Ehepaar auf dem Grundstück. Fertig wird es nie. Es gibt immer etwas zu jäten, zu beschneiden, zu gießen oder umzudekorieren. „Hier ändert sich täglich etwas“, sagt Marlene Fischer. „Mal lege ich einen neuen Stein dazu, mal einen Blumentopf. Ich finde jede Stelle schön, habe aber ständig neue Ideen.“ Fürs Grobe ist ihr Mann zuständig. Er schleppt Wasser in Kannen vom nahen Haussee herbei, trägt Baumwurzeln an ihre Plätze, baut Treppen und Geländer.
Alles begann auf einer kleinen Ecke mit einem Bonsai, einem Buchsbaum und einem Wacholder. „Wir haben hier unten angefangen, dann ist es immer mehr geworden.“ Dass der Garten solche Dimensionen annehmen würde, dachten beide anfangs nicht. Doch Stein für Stein, Pflanze für Pflanze wuchs das Ganze in die Höhe. „Wir staunen selbst“, sagt Marlene Fischer. Die pensionierte Sekretärin und der ehemalige Wasserwerker geben sich viel Mühe, obwohl ihnen das Grundstück nicht gehört. Sie wohnen zur Miete.
Die Hobbygärtner sind nicht die einzigen, die sich über ihre Arbeit freuen. Allen Mitmietern wird der Ausblick zuteil. Oft fragen Urlauber oder Klinikgäste, ob sie einmal in den Garten dürfen. Begeistert ist auch Petra Riedel, Miteigentümerin des Gebäudes und des Grundstücks. „Wir sind überwältigt“, sagt sie. „Es ist so toll und wächst immer weiter. Traumhaft.“

Kontakt zur Autorin
s.boehm@feldberg.de

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