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Die Hintertür steht nur einen Spalt breit offen

Von unserem Redaktionsmitglied
Marlies Steffen

Christoph Poland aus Klein Trebbow hat mit seinem Listenplatz sieben zu den Bundestagswahlen eine Minimalchance auf einen Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag.
Mehr aber auch nicht.

Klein Trebbow.Noch hat der heiße Wahlkampf nicht begonnen – die aktuellen Umfragewerte bescheinigen aber gerade der CDU gute Zahlen. Ein sehr gutes Wahlergebnis könnte zur Bundestagswahl am 22. September auch dem jetzigen Mitglied des Deutschen Bundestags, Christoph Poland, zu einer weiteren Legislatur im höchsten deutschen Parlament verhelfen. Poland hat zwar im Zusammenhang mit einer Neuordnung der Wahlkreise seinen verloren (der Nordkurier berichtete). Ein kleines Hintertürchen ist für den CDU-Mann aus Klein Trebbow bei Neustrelitz aber offen geblieben. Mit Platz sieben auf der Liste seiner Partei zu dem Bundestagswahlen könnte für ihn eine zweite Legislatur möglich werden – wenn die Christdemokraten ein super Ergebnis einfahren. Würden alle sechs Wahlkreise gewonnen und würde es viele Zweitstimmen und somit Ausgleichsmandate geben, könnte es erneut klappen.
Indessen, Christoph Poland macht sich keine Illusionen über dieses kleine Hintertürchen. Zwar schaut er auch auf die guten Umfragewerte. Aber die Wahlgesetzgebung in Deutschland sieht bevölkerungsreiche Länder im Vorteil. Das sei in Mecklenburg-Vorpommern nicht so. Insofern dürfe man nicht zu sehr auf Ausgleichsmandate setzen, sagt der Christdemokrat.

Über Tourismus in Ägypten und Jordanien informiert
Ohnehin bilde MV mit jetzt sechsVertretern die kleinste Landesgruppe im DeutschenBundestag. Für den Fall, dass es mit der Liste klappt, würde Poland die Wahl gern annehmen. „Man braucht Zeit, ehe man ankommt“, sagt der Trebbower mit Blick auf seine erstenJahre als Bundespolitiker. In einer zweiten Legislaturperiode könnte er von Anfang an durchstarten.
Die Zukunftsplanung des Christdemokraten sieht allerdings auch andere Themen vor. Er könne in den Schuldienst zurückkehren, die Option gebe es. Auch der Ruhestand wäre machbar. „Ich kann mir auch eine Arbeit im Bereich der politischen Bildung vorstellen“, sagt der
63-Jährige, der als Abgeordneter auch über langjährige Erfahrungen in kommunalen Parlamenten verfügt.
Aktuell ist Christoph Poland mit einer Stellungnahme für das im Entwurf befindliche Projekt „Kreatives Europa“ des Europäischen Parlamentes beschäftigt. Hier geht es um Fördermittel für den Zeitraum von 2014 bis 2020, von denen auch Vorhaben in Deutschland profitieren könnten. Die Zuarbeit aus dem Bundestag listet Stärken und Schwächen des Entwurfs aus deutscher Sicht auf. Die Beschäftigung damit ist eine der Aufgaben, die Poland im Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestags wahrzunehmen hat.
Gerade zurückgekommen ist der Trebbower von einer Reise nach Ägypten und Jordanien, die er mit dem Tourismus-Ausschuss des Bundestags absolvierte. Hier ging es um die Folgen der Krise im arabischen Raum für denTourismus. Diese seien gewaltig, so liege ein Großteil der Nilkreuzfahrtflotte brach, entstehe der Eindruck, die neue Regierung kümmere sich nicht nachhaltig um die wirtschaftlichen Folgen, die von rückläufigen Zahlen im Tourismus ausgingen.

Kontakt zur Autorin
m.steffen@nordkurier.de

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