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Fliegender Wechsel bei der Feuerwehr

VonMarlies Steffen

Bestens gepflegt und vergleichsweise wenig Kilometer geschrubbt: Die Neustrelitzer haben ein Fahrzeug bekommen, auf das sie schon lange warten.

Neustrelitz.Volljährig und doch wie gerade aus dem Ei gepellt: Das gestern in der Residenzstadt „gelandete“ Gefahrgutfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz ist zwar vom Baujahr 1995, hat aber nur knapp
14 000 Kilometer auf dem Tacho. Der fahrbare Untersatz stand bislang zu Ausbildungszwecken in der Landesfeuerwehrschule Malchow. Diese hat gestern ein neues Fahrzeug bekommen. Das alte ging mit der Unterstützung des Schweriner Innenministeriums im fliegenden Wechsel nach Neustrelitz. Dort wird es schon lange erwartet, sagt Feuerwehrmann Thomas Tschirch vom Gefahrgutzug Mecklenburg-Strelitz.
Seit gut zehn Jahren besteht diese speziell ausgebildete Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Mindestens genau so lange wünschen sich de Kameraden das passende Fahrzeug. Bislang musste ein so genannter Rüstwagen herhalten. Der bekommt jetzt auch einen neuen „Dienstherren“ und geht zur Feuerwehr nach Woldegk. Das aus Malchow stammende Gefahrgutfahrzeug birgt jede Menge nützliche Technik: Umfüllpumpen, Schutzanzüge, Auffangbehälter, Messgeräte und mehr. Der Gefahrgutzug des Altkreises Mecklenburg-Strelitz hatte im vergangenen Jahr
16 Einsätze, berichtete Thomas Tschirch bei der Übergabe am Freitagnachmittag. Der Spektakulärste davon spielte sich im Postfrachtzentrum Neustrelitz ab, wo im Oktober 2012 eine unbekannte Flüssigkeit aus einem Paket ausgetreten war (der Nordkurier berichtete). Zum jüngsten Einsatz wegen des tickenden Geräuschs aus einem Paket mussten die Gefahrgutspezialisten nicht aktiv werden, hieß es gestern.

Kontakt zur Autorin
m.steffen@nordkurier.de

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