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Gärtner gönnt der Erdbeere einen Damm

Mike Dohrmann von der Wesenberger Gärtnerei Hagedorn beim Erdbeerenpflücken. Die Pflanzen wachsen auf Dämmen. [KT_CREDIT] FOTO: gross
Mike Dohrmann von der Wesenberger Gärtnerei Hagedorn beim Erdbeerenpflücken. Die Pflanzen wachsen auf Dämmen. [KT_CREDIT] FOTO: gross

VonAndré Gross

Beim Anbau der Frucht werden in einem Wesen- berger Betrieb neue Methoden angewendet, um ihr den ureigenen Geschmack zurück zu geben.
Wesenberg.Überall ist Erdbeerzeit, aber nicht in jedem Fall kann der Kunde sicher sein, was da so im Körbchen liegt. Das ist bei der Gärtnerei Hagedorn in Wesenberg direkt an der B 198 anders. Das aufstrebende Unternehmen geht beim Anbau der begehrten Früchte für den Betrieb neue Wege.
Chef André Hagedorn kommt es darauf an, Erdbeeren ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu produzieren, wie er dem Nordkurier sagte. „Ich habe oft die Erfahrung gemacht habe, dass Erdbeeren im Handel nicht einmal an den Geschmack dieser außergewöhnlichen Frucht erinnern.“ Und so gibt es in der Gärtnerei in diesem Jahr eine Premiere. Die roten Süßen wachsen erstmalig auf Dämmen, welche mit schwarzer Schutzfolie abgedeckt sind. „Durch dieses Verfahren verdunstet das Wasser nicht und es wächst kein Unkraut. Weiterhin werden unserer Erdbeeren regelmäßig beregnet mit sogenannten Tropfschläuchen, die an den Wurzeln der Pflanzen verlegt werden, so dass die Früchte auf besonders schonende Art und Weise Wasser erhalten“, erläutert Experte Hagedorn das Verfahren.
Damit aber noch nicht genug: Den Gärtner hat auch der relativ kurze Zeitraum gestört, in dem es frische Erdbeeren zu kaufen gibt. Den kann man auch strecken, dachte sich der Woblitzstädter. Damit die Erdbeeren über eine längere Zeitspanne geerntet werden können, wurden sieben verschiedene Sorten angebaut, die sich in der Reifezeit unterscheiden.
So können die Kunden des Wesenberger Gartenbaubetriebes von Ende Mai bis Mitte Juli Erdbeeren direkt vom Hof kaufen. „Geschmack und Frische unserer Früchtchen sind für uns das oberste Gebot“, so der Chef. Er zitiert den englischen Biografen Izaak Walton: „Zweifellos hätte Gott eine bessere Beere als die Erdbeere schaffen können, aber ebenso zweifellos hat er es nicht getan.“

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