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Gewusel vor der Bilderwand

An der Bilderwand wurde so mancher wiedererkannt. Das gab den Schülern von einst Anlass, das Vergangene zu diskutieren. [KT_CREDIT] FOTO: U. Krieger
An der Bilderwand wurde so mancher wiedererkannt. Das gab den Schülern von einst Anlass, das Vergangene zu diskutieren. [KT_CREDIT] FOTO: U. Krieger

VonUlrich Krieger

Ganz schön viel Trubel herrschte zum Treffen der Ehemaligen in einem Neustrelitzer Schulgebäude, das mittlerweile ein halbes Jahrhundert auf seinem Buckel hat.

Neustrelitz,„He, guck doch mal, das ist Frau Rohde, bei der hatten wir damals Deutsch. Und hier, Frau Baum, die versuchte uns Russisch beizubringen“ – immer wieder wurden am Freitagabend in der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in der Neustrelitzer Lessingstraße Erinnerungen an längst vergangene Schuljahre wach. An der nahe der Aula aufgebauten, langen Fotowand mit Dokumenten aus der Schulgeschichte kam keiner vorbei. Entsprechend gab es ziemliches Gewusel. Viele „Ehemalige“ wollten sich das „Halb-Hundert-Jahrtreffen“ zur Erinnerung an die Errichtung des Schulgebäudes 1963 nicht entgehen lassen.
Und es gab so manche „Läuschen“ zu hören: „Ein Griff unter den Lehrertisch…“ „…und das dicke Schlüsselbund flog mit verblüffender Treffsicherheit vor einem unaufmerksamen Schüler auf die Schulbank!“, hieß es. Irgendwie war die Schulzeit auf einmal wieder ganz nah.
Überall bildeten sich Gruppen, in denen ehemaliger Lehrer und Schüler ins Gespräch kamen. Darunter auch der zeitweilige Direktor (1958-1964) Leopold Neumann, den alle nur „Poldi“ nannten, sowie seine Frau Inge, die Russisch unterrichtete. Beide sind heute weit über 80 Jahre alt, wollten sich aber das besondere Schuljubiläum nicht entgehen lassen.
Der amtierende Schulleiter Hans-Werner Goetsch zeigte sich zufrieden: „Wir hatten teilweise fast komplette Klassen hier, die vor zwei Jahren die Schule beendeten, aber auch Absolventen der 10. Klasse von 1963. Ebenfalls sehr gut war die Resonanz bei den ehemaligen Lehrern. Zu den zurzeit unterrichtenden 25 „Paukern“ gesellten sich ebensoviele inzwischen den Ruhestand genießende Lehrer oder Kollegen aus anderen Schulen.

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