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Grünes Licht für Seniorendorf

Auf dieser Freifläche gegenüber der Feldberger Luzinklinik will ein Investor eine Seniorenresidenz bauen. [KT_CREDIT] FOTO: Carl-Ludwig Köller
Auf dieser Freifläche gegenüber der Feldberger Luzinklinik will ein Investor eine Seniorenresidenz bauen. [KT_CREDIT] FOTO: Carl-Ludwig Köller

Von unserem Redaktionsmitglied
Susanne Böhm

Ein Investor will gegenüber der Feldberger Luzinklinik Mietwohnungen für Rentner bauen. Die Gemeinde
hat beschlossen,
ihm die Fläche zu verkaufen.
Feldberg.Die Wiese gegenüber der Feldberger Luzinklinik liegt seit mehr als zehn Jahren brach. Einst stand eine Getreidewirtschaft auf dem 15000 Quadratmeter großen Gelände. Nach deren Abriss war das Areal als Mischbaufläche und Gewerbegebiet ausgewiesen worden. Unternehmen und Eigenheime sollten sich ansiedeln – aber daraus wurde nichts. Interessenten blieben aus. „Feldberg ist kein Zielgebiet für produzierendes Gewerbe, sondern für Tourismus und Gesundheitswirtschaft“, so Katrin Zemlin aus dem Feldberger Bauamt.
Nun sollen Senioren dort ihren Altersruhesitz finden – in unmittelbarer Nähe zum Schmalen Luzin und nicht weit vo Feldbergs Ortskern entfernt. Ein einheimischer Investor, der seinen Namen nicht nennen will, plant eine Wohnsiedlung für Senioren. Die Gemeindevertreter haben bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, dem Privatmann das Landstück zu verkaufen.
Wann der erste Spatenstich erfolgt, weiß der Unternehmer nicht genau. „Das ist zeitlich noch nicht abzusehen, weil noch sehr viele Details zu klären sind“, sagte er auf Nordkurier-Nachfrage. „Spätestens im Frühjahr nächsten Jahres kann der Baubeginn erfolgen.“
Zunächst muss die Gemeinde den Bebauungsplan ändern und das Gebiet als Wohnfläche ausweisen. Danach kann der Investor den Bauantrag stellen. Dieser muss wiederum von der Gemeinde genehmigt werden. Katrin Zemlin hält es für realistisch, dass die Formalitäten vor Ablauf der nächsten zwölf Monate geregelt werden können. Die vorläufigen Baupläne, die der Antragsteller den Gemeindevertretern vorgelegt hat, werden noch modifiziert. Nach derzeitigem Planungsstand sind elf Zweifamilienhäuser vorgesehen, die vermietet werden. In ein Hauptgebäude sollen Betreungs- und Versorgungseinrichtungen einziehen. Angedacht ist auch ein Hausmeisterservice. „Es wird kein betreutes Wohnen, sondern eine Seniorenresidenz zur Miete“, so der Investor. Schon jetzt erfreue er sich großer Nachfrage. Er habe keine Bedenken, Mieter zu finden.

Kontakt zur Autorin
s.boehm@nordkurier.de

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