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Hauptmannsberg bleibt Sieger

Klaus Granitzki und Maria Karsten zeigten am Hauptmanns- berg Landschaftsbilder von Walter Gotsmann.  FOTO: Horst Karsten
Klaus Granitzki und Maria Karsten zeigten am Hauptmanns- berg Landschaftsbilder von Walter Gotsmann. FOTO: Horst Karsten

Auf den Spuren von Reinhard Barby und
Walter Gotsmann erkunden Wanderer die Feldberger Seenlandschaft.

Feldberg.An einen „Wettlauf“ mit Pappelpflanzern erinnerten Naturschützer Erwin Hemke und Geologe Klaus Granitzki bei einer Exkursion in der Feldberger Seenlandschaft. Ziele waren die Rosenberge, der Hünenwall und der Reiherberg – „alles vorzügliche geologische Bildungen, von denen es hier noch weitere gibt“, wie die Organisatoren feststellten.
Sie erinnerten auch an die vor 60 Jahren aufgekommene Idee, den Hauptmannsberg bei Carwitz mit Pappeln zu bepflanzen. „Damals war der 119 Meter hoch gelegene Aussichtspunkt eine beweidete Fläche und für eine ackerbauliche Nutzung ungeeignet“, berichtet Hemke. Der Feldberger Heimatforscher Reinhard Barby indes fand den Pappel-Plan sehr nachteilig für das Erholungswesen. Unterstützung bekam er von dem Neustrelitzer Naturfreund Walter Gotsmann. Mit dem Antrag, dem Hauptmannsberg den Status eines Naturschutzgebietes zu verleihen, hatten sie Erfolg. Doch behördliche Vorgänge brauchten viel Zeit: Als die endgültige Sicherung des Berges besiegelt wurde, war Gotsmann (1891–1961) bereits sechs Jahre tot. Barby (1887–1974) wiederum konnte sich noch einige Jahre am Ergebnis des gemeinsamen Wirkens und am gewonnenen „Wettlauf“ erfreuen.
Das Potenzial der naturkundlichen Reichtümer wiederum sollte in Feldberg noch viel stärker genutzt werden, stellten Hemke und Granitzki bei der Exkursion fest. Die eigens gestaltete Eiszeit-Ausstellung in Wittenhagen „dämmere“ vor sich hin, mit wohl wenig Aussicht auf eine Mobilisierung. Umso mehr freuten sich die Naturkundler über die gute Resonanz auf ihre Wanderung.

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