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„Himmelsziege“ im Rampenlicht: Vogel des Jahres in Region zu sehen

Bernd Schmidt mit dem Vogel des Jahres 2013, der Bekassine.[KT_CREDIT] FOTO: andré gross
Bernd Schmidt mit dem Vogel des Jahres 2013, der Bekassine.[KT_CREDIT] FOTO: andré gross

VonAndré Gross

Die „Vylym-Hütte“ in Userin geht in eine neue Saison. Präsentiert wird unter anderem die vom Aussterben in Deutschland bedrohte Bekassine.

Userin.Die Ornithologische Gesellschaft Deutschlands kann den Useriner Bernd Schmidt nicht in Verlegenheit bringen. Unter seinen 350 Ausstellungsstücken in der „Vylym-Hütte“ ist auch die Bekassine. Der gefiederte Bewohner von sumpfigen Gebieten und feuchten Wäldern ist zum Vogel des Jahres 2013 erklärt worden. Schmidt hat ihn natürlich als Präparat. Die Bekassine werde auch „Himmelsziege“ genannt, weil sie im Sturzflug ein Meckern von sich gebe.
Die seit dem Jahre 1982 bestehende naturkundliche Bildungseinrichtung „Vylym-Hütte“ direkt am Useriner See geht trotz des hohen Alters des Betreibers in eine weitere Saison. Der 80-jährige Schmidt will nun aber ein wenig kürzer treten. Bis zum 23. August ist immer donnerstags von 18 bis 19 Uhr geöffnet, darüber hinaus mit telefonischer Voranmeldung unter 03981 204395. Montags bleibt das Haus generell zu. Ab dem kommenden Jahr soll die Hütte nur noch angemeldeten Besuchern offen stehen.
Im vergangenen Jahr waren es 870 Interessenten, die sich die Ausstellung angesehen und die zahllosen Geschichten des Hausherren angehört haben. „In früheren Jahren waren es immer so um die 1000 Leute, die gekommen sind“, so der Useriner. Bei den ausländischen Besuchern seien es vor allem skandinavische Touristen. Auch in diesem Jahr gibt es in der Vylym-Hütte wieder neue Ausstellungsstücke anzuschauen.
So kann Schmidt den großen Brachvogel zeigen, eine absolute Rarität. In Deutschland sind aktuell nur noch vier Brutpaare nachgewiesen. Ein Angler hatte Schmidt, der selbst präpariert, das tote Tier gebracht. Der Naturfreund hat ürigens auch Feinde der Vogelwelt wie den Waschbären oder den Marderhund im Fundus.

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